Nicht ohne Baum

Harald Schlöger. Bild: ak
Lokales
Kulmain
10.12.2014
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Einfach drauflospflanzen ist der falsche Weg. Bei der Gestaltung des Vorgartens sind viele Aspekte zu beachten. Die wichtigsten erklärte Kreisfachberater Harald Schlöger den Kulmainer Obst- und Gartenbauern.

Zugangs-, Zufahrtsbereiche und der Vorgarten seien die Visitenkarte des Anwesens, betonte Harald Schlöger. Sie seien Empfangsraum für die Gäste und sollten sich gut in das Umfeld des Grundstückes einfügen. Der Bereich an der öffentlichen Straße sollte soweit möglichst großzügig und einladend ausgestaltet werden.

Zudem müsse sich der Hausbesitzer über seine individuelle Verantwortung für das gesamte Straßen- und Ortsbild klar werden. Der Vorgarten sei ein unentbehrliches Gestaltungselement, wobei die regionalen Besonderheiten und Werte berücksichtigt werden müssen. "Nicht die teuersten Lösungen sind die Besten. Steine und Grün verwischen moderne Baulinien der Gebäude", erläuterte der Referent.

Zeitlose Pflanzen

Ein besonderes Augenmerk sollte auf der Höhenstaffelung der Vorbepflanzung liegen. Baumarten sollten je nach Größe des Vorgartens und ihrer Dominanz ausgewählt werden. Pfahlwurzlern sei der Vorzug gegenüber Flachwurzlern zu geben. Bei großzügigen Vorgärten seien Zäune, bei wenig Raum Transparenz angebracht. Buchs könne für den Ordnungsrahmen eingesetzt werden. "Legen Sie großen Wert auf Zeitlosigkeit ihrer Bepflanzung und des verwendete Zaunmaterials. Dabei sind geometrische Formen geeigneter", verdeutlichte der Fachberater. Wer Platz habe, sollte einen Ruheplatz einplanen.

Das verwendete Wegebaumaterial muss laut Schlöger zum Baustil des Hauses passen. Die Breite des Hauptzugangs sollte 140 und die der Nebenwege 80 Zentimeter nicht unterschreiten. Bei der Bepflanzung vor Reihenhäusern ist eine gemeinsame Lösung von Vorteil. Die wag- und senkrechten Linien des Hauses sollen durch die Bepflanzung aufgelöst werden. Pflanzinseln am Haus und zwischen dem Zugangs- und Zufahrtsbereich lockern streng befestigte Pflasterflächen auf.

Für lange Zufahrten ist eine Spurbahn von ökologischem und ökonomischem Vorteil. Natursteinmauern ersetzen Beton und Zaunanlagen. Schlöger plädierte für einen Obstbaum als Hauszierde. Bei wenig Platz bieten sich kugel- oder säulenförmigen Baumarten an. Als Fassadengestaltung sind Obstspaliere einsetzbar. Fenster- und Balkonschmuck sowie Kübelpflanzen erhöhen den Dekorationswert des Anwesens.
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