Sägewerke klopfen verstärkt an

Die nächsten fünf Jahre leitet der neue Vorstand die Geschicke der Forstbetriebsgemeinschaft: Geschäftsführer Walter Ehlich (links), Geschäftsstellenleiterin Christa Dötsch, Vorsitzender Josef Hösl (Dritte und Vierter von rechts) und stellvertretender Landrat Günter Kopp (rechts). Bild: ak
Lokales
Kulmain
28.03.2015
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Josef Hösl führt weitere fünf Jahre die in der Forstbetriebsgemeinschaft Kemnath (FBG) organisierten Waldbesitzer. Mehr als zufrieden waren sie nicht nur mit dem Vorstand, sonder auch wegen der unvermindert hohen Holzpreise.

In seinem Rechenschaftsbericht sprach Josef Hösl am Donnerstag im Haus des Gastes von einem ausgewogenen Arbeits- und Vereinsjahr. Nach zwölf Ein- und acht Austritte zählt die FBG 563 Mitglieder, die eine Gesamtfläche von 5673 Hektar besitzen.

"Unser Verein ist nicht nur für große Waldbesitzer sondern vor allem für die Verwertung von Holzmengen aus den kleinen Privatwaldflächen sehr hilfreich", erklärte der Riglasreuther. Er erinnerte an drei Vorstandssitzungen und die Gebietsversammlungen in Kastl, Ölbrunn, Rodenzenreuth, Waldeck und Haidenaab. Dort brachten die Obmännerwahlen folgendes Ergebnis: Brand: Hubert König, Max Frank; Immenreuth: Josef Heser, Reinhard Raps; Haidenaab: Paul Hautmann, Wolfgang Müller; Kastl: Roland Dimper, Josef Zeitler junior; Kulmain: Markus Bayerl, Hans Friedrich; Neusorg/Pullenreuth: Markus Übelmesser, Anton Popp; Waldershof/Pfaffenreuth: Hubert Bayer, Ludwig Schaller; Waldeck: Richard Schinner, Andreas Prechtl. Sein Dank galt den ausgeschiedenen Obmännern Anton und Gerhard Dötterl, Richard Prechtl, Rainer Scherm und Stefan Voit.

Vorstandsmitglieder besuchten unter anderem die Frühjahrsversammlung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung der Oberpfalz, Jagdbeiratssitzung im Landratsamt zur Rotwildabschussplanung, Messe Int-Forst in München und ein forstpolitisches Fachgespräch im Waldhaus.

Die Waldinventur bestätigte den bayerischen Waldbesitzern gute Holzvorräte. In Bayern sind 36 Prozent der Fläche bewaldet und 56 Prozent in Privathand, 32 Prozent gehören dem Staat und zwölf Prozent den Kommunen. "Der Holzvorrat steigt weiter." Dieser liege laut aktuellen Schätzungen bei 3,7 Milliarden Festmeter, informierte Hösl. Rund 460 Festmeter pro Hektar fallen dabei auf den Privatwald. Deshalb wird die Sägeindustrie verstärkt auf die Privatwaldbesitzer zugehen. Abschließend dankte er der Geschäftsführung mit Christa Dötsch und Walter Ehlich sowie dem Vorstand für ihre gewissenhafte Arbeit und der Forstbehörde für die Unterstützung.

Rücklagen steigen

Christa Dötsch berichtete von einem guten Geschäftsergebnis und erhöhten Rücklagen des wirtschaftlich gesunden Vereins. Die Kassenprüfer Peter Scherm und Richard Schinner bestätigten ihre Aussagen. Stellvertretender Landrat Günter Kopp würdigte die FBG als wichtige Interessenvertretung für Waldbauern gegenüber der Holzindustrie. Sie stärke die Wertschöpfung in der Region. Aufgrund seiner Erholungsfunktion müsse verstärkt auf die Sauberkeit des Waldes geachtet werden, da vermehrt verbotene Ablagerungen festgestellt werden. Er rief dazu auf die staatlichen Förderprogramme zu nutzen.

Forstdirektor Johann Weber berichtete von der laufenden Bundeswaldinventur, die Bayern ein sehr gutes Gesamtergebnis bringe. 2015 sei zum Waldnaturschutzjahr ausgerufen. "Den Wald nützen und schützen" solle der Leitsatz für eine gesunde und wirtschaftlich sinnvolle Waldbewirtschaftung sein.
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