Sorgenkind und Breitbandausbau

Bürgermeister Günter Kopp informierte bei der Bürgerversammlung über das vergangene Jahr und gab einen Ausblick auf Pläne für 2016. Bild: bkr
Lokales
Kulmain
30.11.2015
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Bürgermeister Günter Kopp resümierte bei der Bürgerversammlung über das zurückliegende Jahr der Gemeinde Kulmain: Eine positive Bevölkerungsentwicklung und eine nach Plan verlaufende Sanierung des Rathauses hob er hervor.

Recht zurückhaltend war der Besuch der vierten und letzten Bürgerversammlung. Nur ein Dutzend fand den Weg ins Haus des Gastes. Der 72-jährige Alois Wöhrl war unter ihnen und hatte die passende Antwort parat: "Wir haben einen Bürgermeister, der alles richtig macht". Bürgermeister Günter Kopp begrüßte unter den Interessierten seinen Vorgänger Altbürgermeister Hans-Gerd Reindl und seinen Stellvertreter Albert Sollfrank.

Im Detail erklärte der Rathauschef die Entwicklung in der Gemeinde im sich neigenden Jahr mit Ausblick auf 2016. Kopp freute sich über eine positive Bevölkerungsentwicklung, die "Ausdruck einer lebendigen und lebenswerten Gemeinde ist, die es schafft trotz großer Investitionen ihre Schulden abzubauen". Dazu müssen auch die Bürger höhere Belastungen durch angehobene Steuer- und Gebührensätze tragen. Nur so sei es möglich, Stabilisierungshilfen vom Staat zu erhalten - 100 000 Euro sind es in diesem Jahr.

Die Sanierung des Rathauses mit seinem Umfeld wird weiter voranschreiten, so Kopp. Das stehende Gerüst wird über die Wintermonate aus Gründen der Sicherheit abgebaut. "Wenn alles gut läuft, kann noch 2016 die Verwaltung einziehen". Überzeugen ließ sich die Regierung, dass das "Daddy-Haus" nicht zum Wohnen geeignet sei. Es werde im kommenden Jahr abgerissen.

Alte Abwasseranlage

Ein Sorgenkind werden in der Zukunft die Wasserleitungen sein - speziell die Abwasseranlage in Witzlasreuth. "Die Leitungen kommen in die Jahre", betonte Günter Kopp. Beim Abwasser wird das aufzustellende Kanalkataster den Takt der notwendigen Sanierungen angeben. Schulbus, Straßenbeleuchtung, Breitbandausbau, Kernwegenetz, der Durchlass in Lenau und die Gemeindeverbindungsstraße von Ober- nach Unterwappenöst sind weitere Vorhaben der kommenden zwölf Monate.

Um sie rechtzeitig in Angriff nehmen zu können, hofft Bürgermeister Kopp, bereits im März einen genehmigten Haushaltsplan in den Händen halten zu können. Zum Schluss sprach Kopp den funktionierenden Dorfgemeinschaften seinen besonderen Dank aus. Durch ihre Einsätze entlasten sie die Gemeinde erheblich. In der Anschaffung eines neuen Schulbusses sah er einen kleinen Service für die Vereine. Dieser mache nicht nur die Schule und den Kindergarten flexibler, sondern stehe auch den Vereinen für Fahrten zur Verfügung.

Zuvor hatte das Gemeindeoberhaupt noch einige technische Fragen zum Breitbandausbau beantwortet. Skeptisch zeigte er sich, ob es in diesem Jahr noch gelingt Witzlasreuth, Oberwappenöst und Wunschenberg anzuschließen.
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