Spiegel beim Kindergarten soll für mehr Sicherheit sorgen - Keine Ausweichmöglichkeit
Um die Ecke den Verkehr sehen

Lokales
Kulmain
13.11.2014
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Die neue Elternbeiratsvorsitzende Anja Clement sorgt sich um die Verkehrssicherheit beim Kindergarten. Auf ihre Initiative hin trafen sich am Montagabend Vertreter der Kommune, des Gemeinderats, des Kindergartens, und der Polizei zum Ortstermin.

Clement und Mobile-Leiterin Ingrid Hofmann hatten an der Zufahrt zur Krippe zwei Problemstellen ausgemacht, die sie mit Krippenleiterin Corinna Fröhler erläuterten. Derzeit führe eine einspurige asphaltierte Zufahrt entlang der Nordseite rund um das Kindergartengebäude zum Zugang zur Krippe, der auf der Westseite liegt. Die dort neu geschaffenen Parkplätze nutzen die Eltern, wenn sie ihre Kinder in die Einrichtung bringen und abholen.

Stark geneigte Zufahrt

Besonders während der Stoßzeiten am Morgen und mittags ist kein Begegnungsverkehr auf der rund 80 Meter langen Zufahrt möglich. Da Ausweichmöglichkeiten fehlen, muss stets ein Fahrzeug an der stark geneigten Zufahrt zurücksetzen. Dies führt laut den drei Frauen besonders im Winter zu gefährlichen Situationen. Sie wünschten sich entweder eine Ausweichmöglichkeit oder einen Verkehrsspiegel im Kurvenbereich.

Zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank, Bauamtsleiter Arnold Koch und Polizeihauptmeister Carsten Landgraf von der Kemnather Inspektion, zuständig für Verkehrssicherheit, erläuterten die rechtliche Situation. So ist die Zuwegung nur bis auf Höhe des Kindergartengebäudes öffentliche Verkehrsfläche. Der restliche Weg ist Privatgrund der Kommune. Deshalb entscheidet diese, ob und wie die Fläche zum Befahren genutzt werden kann. "Unser Ziel ist es, den geordneten Betrieb der Krippe und die Sicherheit aller Wegenutzer sicherzustellen. Wir machen was möglich, zweckmäßig und nötig ist", erklärte Sollfrank.

Dass das Heranfahren bis zum Krippeneingang nötig und zweckmäßig ist, darüber waren sich alle einig. Landgraf ergänzte, dass das Anbringen eines Verkehrsspiegels nicht alle Probleme behebe und eine Notlösung sei. Im Winter laufe dieser an und friere zu. Bezüglich des Brandschutzes und der Rettungswege klärte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, dass die Zufahrt dafür nicht notwendig sei. Es gebe ausreichend andere Zuwegungen, Fluchtwege und Rettungsmöglichkeiten.

Unvernünftig Eltern

Keine Probleme sahen die Gesprächsteilnehmer mit dem Winterdienst, der rund um Schule und Kindergarten gut funktioniere. Die Runde einigte sich darauf, versuchsweise einen Verkehrsspiegel im Kurvenbereich der Abfahrt anzubringen. Zur Sprache kam auch die Unvernunft mancher Verkehrsteilnehmer, die die Krippenzufahrt auf Höhe der Parkplätze vor dem Kindergarten beim Abholen ihrer Sprösslinge zuparken. "Schilder bringen nichts. Appellieren Sie an die Vernunft der Autofahrer. Auch eine Meldung an die Polizeidienststelle ist möglich", riet Landgraf.
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