Textbausteine gegen die "Monstertrasse"

Lokales
Kulmain
21.04.2015
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Die geplante und umstrittene Gleichstrompassage Süd-Ost bewegte den Gemeinderat. Dietmar Scherer, CSU, appellierte, Stellungnahmen bis zum 15. Mai an die Bundesnetzagentur zu übersenden. Ein möglichst großes Engagement der Bürger sei notwendig, weil die Trasse nach wie vor als notwendig betrachtet werde und bei einem Bau die Heimat stark belastet würde. Textbausteine für eine Stellungnahme seien im Internet unter www.stromautobahn.de zu finden. Von dort könnten Stellungnahmen per Email direkt versandt werden. Dem neuen Heimatboten werde eine vorgefertigte Stellungnahme beigefügt, informierte Scherer.

Nach seinen Worten dürfe der Widerstand gegen die "vorgesehene Monstertrasse" nicht nachlassen. Die Taktik der Betreiber sei nicht bekannt. "Wer keinen Widerstand zeigt, wird überrollt", so Scherer. Scharfe Kritik an der Informationspolitik übte CSU-Fraktionssprecher Albert Sollfrank. "Irgendwo werden solche Projekte im Internet versteckt und das nennt sich Öffentlichkeitsarbeit."

Wer nicht internetfähig ist und nicht weiß, wo er suchen muss, kann sein Recht nicht ausüben, warf er den Verantwortlichen vor. Sollfrank dankte deshalb der Bürgerinitiative für deren Aufklärungsarbeit. Was von der Informationspolitik der Netzbetreiber zu halten sei, verdeutlichte Sollfrank am Beispiel einer fast ein Jahr alten Anfrage des Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht an den Netzbetreiber Tennet mit Sitz in Bayreuth, die bis heute noch nicht beantwortet wurde.
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