Trassengegner bei Wirtschaftsministerin Ilse Aigner - Energiedialog läuft noch bis zum 2. ...
Gegen-Argumente gut geordnet

Lokales
Kulmain
20.01.2015
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Zwei Wochen vor Ende des Energiedialogs machten die Gegner der Gleichstromtrasse durchs Fichtelgebirge ihre Position in München klar: Die Bürgerinitiativen (BIs) gegen die Gleichstromtrasse Süd-Ost trafen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in München. Mitgebracht hatten sie einen Ordner, in dem sie ihre Bedenken und Argumente gegen die Stromleitung vorbrachten.

Die Trasse soll Strom aus den Windparks im Osten und Norden in den Süden transportieren. Die Bürgerinitiativen aus Kulmain/Immenreuth und Steinwald hatten Stefanie und Dietmar Scherer sowie Martin Wittmann und Maria Estl geschickt. Annke Gräbner vertrat die BI Speichersdorf. Als "sachlich und konstruktiv" bezeichneten sie hinterher das Gespräch mit der Ministerin.

Vor Aigner machten sich die Aktivisten von den Bürgerinitiativen für eine "Netzoptimierung vor einem Netzausbau" stark. Sie verweisen darauf, dass der Transportverlust auf dem Höchstspannungsnetz dem Energiebedarf der Stadt Landshut entspricht. Der transportierte Strom werde verheizt, hieß es. Zudem zweifeln die Gegner nach wie vor daran, dass die Trasse überhaupt notwendig ist. Das Thema "Strom sparen" soll in die schulischen Lehrpläne eingearbeitet werden.

Nach Auffassung der BIs bremsen die Leitungen die Innovationskraft Bayerns, und die Wertschöpfung fließe vom Freistaat ab. Nicht zu verantworten gegenüber den nachfolgenden Generationen sei die Zerstörung der Natur.

Der Energiedialog der Staatsregierung dauert noch bis 2. Februar. Dann will Ilse Aigner mit den Fachleuten ihres Ministerium sprechen und auch über die Haltung der Staatsregierung zur Stromtrasse entscheiden. Es wird ein Kompromiss zwischen Netzbetreiber, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und den BIs gesucht.
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