Tretter tritt nach 30 Jahren ab

Ohne Friedrich Tretter als Vorsteher und Georg Schroll (vorne links und rechts) als Schriftführer müssen künftig die Jagdgenossen auskommen. An deren Spitze steht nun Richard Braun (stehend, Dritter von links). Mit auf dem Bild sind Bürgermeister Kopp sowie das Jagdpächterehepaar Josef und Margarete Bertelshofer (mittlere Reihe von rechts). Bild. ak
Lokales
Kulmain
14.02.2015
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Einen Generationswechsel gab es bei der Jagdgenossenschaft Kulmain. Nach 30 Jahren übergab Jagdvorsteher Friedrich Tretter sein Amt an Richard Braun aus Ziegelhütte. Er war aber nicht der einzige, der nach langer Zeit seinen Posten aufgab.

21 Jagdgenossen wählten in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Bertelshofer Richard Braun zum neuen Vorsteher, sein Stellvertreter ist Rainer Scherm (Aign). Als Beisitzer arbeiten Martin Braunreuther (Oberbruck) und Thomas Wöhrl (Kulmain) mit. Kassier bleibt Hermann Melzner (Oberbruck). 18 Jahre lang führte Georg Schroll Protokoll. Ihn löste Andreas Kastner (Aign) ab.

Weniger Niederwild

Friedrich Tretter berichtete, dass es im Vorjahr nur wenige Verbissschäden am Mais- und Feldfruchtbestand gegeben habe. Diese seien zwischen den Genossen und dem Jagdpächterehepaar Josef und Margarete Bertelshofer einvernehmlich beseitigt oder abgegolten worden. Beiden galt sein Dank für die gute Hege und Pflege, wobei die Eindämmung der Wildschweinpopulation im Vordergrund stand. Tretter erinnerte, dass es bis vor zehn Jahren noch keine Probleme mit Wildschwein und Biber gegeben habe. Dagegen stark rückläufig seien das Niederwild und das Ansehen der Jagd.

Während seiner 30-jährigen Amtszeit habe die Jagdgenossenschaft je eine Wiesenwalze, einen Wegehobel und Klauenpflegestand, zwei Betonmischer und Holzspalter angeschafft. In den vergangenen Jahren haben die Kirchen Armesberg, Kulmain und Oberbruck, die Bücherei, die Gesangsgruppe "Spirit of Fantasie", die Feuerwehr Kulmain und der Kindergarten Spenden erhalten. Zudem wurden die Tierseuchenbeiträge der Jagdgenossen übernommen.

Ausdrücklich appellierte der scheidene Vorsteher an alle Landwirte, auf saubere Straßen zu achten und verunreinigte Wege zügig zu reinigen. Die Jagdpachtzeit laufe noch bis 30. März 2020. Sein abschließender Dank galt allen Jagdgenossen und dem Jagdpächter für die Zusammenarbeit.

Nach einer Gedenkminute bescheinigte Bürgermeister Günter Kopp der Genossenschaft Harmonie und lobte deren Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter. Er berichtete, dass über die Steinwald-Allianz Mittel in das Kernwegenetz fließen werden. Die Förderung betrage bis zu 90 Prozent. Die vorhandenen Flurbereinigungswege werden auf 3,5 Meter verbreitert und für eine 40-Tonnen-Last ausgebaut. Er dankte den scheidenden Vorstandsmitgliedern für deren jahrzehntelange Arbeit zum Wohl der Genossenschaft.

Nach dem Protokoll von Georg Schroll erläuterte Hermann Melzner die Finanzen. Die Kasse weise einen Jahresüberschuss sowie ein stolzes Guthaben auf, was die Revisoren Richard Prösl und Josef Bertelshofer bestätigten. Die Mitglieder waren dafür, den Jagdpachtschilling zur Beschaffung einer Seilwinde (1500 Euro), für den Wegebau (300) und Wildabweiser (300) zu verwenden.
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