Vorbeter für Generationen

Zur Verabschiedung von Alfred Völkl (vorne mit Ehefrau Rita) als Vorbeter waren vor einem Jahr auch die Pfarrer Bernd Philipp, Heribert Stretz, Markus Bruckner, Thomas Kopp sowie Weihbischof Reinhard Pappenberger (von links) gekommen. Archivbild: bkr
Lokales
Kulmain
25.10.2014
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Unzähligen Gläubigen wird Alfred Völkls Stimme im Gedächtnis bleiben. Mehr als zwei Jahrzehnte prägte er als Vorbeter die Kreuzwegandachten auf dem Armesberg. Am Donnerstag starb er im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

23 Jahre lang begleitete er Tausende Gläubige aus der Region und darüber hinaus zu den 14 Stationen hinauf zur Wallfahrtskirche "Zur Heiligsten Dreifaltigkeit". Nach der Renovierung des Kreuzwegs 1990 hatte der damalige Pfarrer Richard Krieglsteiner Völkl die Erlaubnis erteilt, Kreuzwegandachten abzuhalten. So war der ehemalige Kulmainer Tabakwaren- und Spirituosengroßhändler seit dem 1. Mai 1990 in der Wallfahrtsaison jeden Sonn- und Feiertag als Vorbeter im Einsatz.

Bei seiner Verabschiedung im Oktober 2013 würdigte Weihbischof Reinhard Pappenberger Völkls Verdienste. Bischof Rudolf Voderholzer zeichnete ihn mit der Bischof-Johann-Michael-von-Sailer-Medaille aus. Wie viel Völkl am Armesberg lag, zeigte sich auch vor eineinhalb Jahren, als er ein Kreuz stiftete, das seinen Platz am Aufgang gefunden hat.

Aber ebenso in seiner Heimatpfarrei tat sich der Verstorbene jahrzehntelang als äußerst aktives Gemeindemitglied hervor. Auf sein Betreiben hin wurde am 15. Mai 1988 der erste Fatimatag gefeiert. Dabei fungierte er in den folgenden Jahren jeweils als Vorbeter und Lektor. Auch hatte er zu den Fatimatagen Priester aus ganz Deutschland als Prediger eingeladen. Zusätzlich engagierte sich Völkl im Pfarrgemeinderat sowie als Kommunionhelfer und sang gut 30 Jahre lang als Bass im Kirchenchor. Die Pilger führte er wiederholt als Vorbeter jährlich nach Fuchsmühl sowie als Wallfahrtsleiter nach Altötting

Aus dem Nichts baute Völkl ab 1977 die Kulmainer Pfarrgruppe der Marianischen Männercongregation (MMC) auf und bestimmte rund drei Jahrzehnte ihre Geschicke, unter anderem als Obmann, mit. Gleiches gilt für die Pfarrgruppe Kemnath, die er 1994 gründete und bis 2000 als Obmann leitete. Schließlich übernahm der glühende Marienverehrer von 1991 bis 2005 das Amt des Obmanns im Bezirk Armesberg. Ebenso gehörte der Kulmainer ab 1998 als Assistent dem Marianischen Rat in Regensburg an.

Um Völkl trauert seine Frau Rita, mit der er zuletzt im Betreuten Wohnen in Erbendorf lebte. Zudem hinterlässt der mehrfache Groß- und Urgroßvater die Söhne Paul und Wolfgang sowie Tochter Brigitta.

Die Aussegnung ist am Dienstag, 28. Oktober, um 17.45 Uhr in der Friedhofshalle in Kemnath, anschließend ist Sterberosenkranz in der Stadtpfarrkirche. Der Trauergottesdienst beginnt dort am Mittwoch, 29. Oktober, um 14 Uhr, anschließend Beerdigung.
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