Vorschulkinder lernen Gefahren des Feuers kennen - Richtiges Verhalten im Notfall
Für den Ernstfall gerüstet

Nach aller Theorie beeindruckten die Vorschulkinder besonders die praktischen Vorführungen und die Besichtigung des Feuerwehrautos. Bild: hfz
Lokales
Kulmain
26.11.2014
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In der Brandschutzwoche besuchte die Feuerwehr das Kinderhaus Mobile. Michael Raß und Josef Reindl wollten bei den Vorschulkindern Aufklärungsarbeit leisten. Ihr Ziel war es, den Kindern die Gefahren des Feuers aufzuzeigen und ihnen die Fähigkeit zu geben, sich bei einem Brand richtig zu verhalten.

Bereits in den Tagen zuvor bekamen die Kinder brandschutzgerechtes Verhalten in den Gruppen vermittelt. Dies nützte ihnen, um bei der Aktion schon einige Fragen beantworten zu können. Josef Reindl referierte über das Feuer als Freund oder Feind. Dass bei einem Lagerfeuer oder beim Grillen im Garten immer ein Eimer Wasser bereit stehen sollte, um die Glut ordentlich zu löschen, damit sie später nicht wieder entflammt, überraschte die Kleinen. Der Feuerwehrmann verdeutlichte, welche Fehler oftmals die Auslöser größerer Schäden sind: das Nicht-Ausschalten eines Bügeleisens, das Abdecken einer Lampe oder die Nähe von Kerzen zu brennbaren Materialien. Hierzu wurden verschiedene Beispiele aufgezählt.

Um die Jüngsten für den Notfall zu sensibilisieren, lernten sie Schilder wie Notausgang, Fluchtweg und Sammelstelle kennen. Gespannt hörten die Vorschulkinder, dass sie bei einem Brand im Kindergarten nicht wild durcheinander laufen oder sich gar verstecken sollen. "Lauft schnell zur Sammelstelle, um unnötiges Suchen zu vermeiden." Bei vermissten Personen sei es schwierig, den Brand umgehend zu bekämpfen.

Gemeinsam übten sie den Notruf 112. Michael Raß verriet, dass es wichtig sei, sich die fünf großen "Ws" einzuprägen: Wer ruft an? Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Personen sind am Brandort? Warten auf Rückfragen!

Gespannt lauschten und beobachteten die Kinder, als die Feuerwehrmänner die Rettungsschlinge oder technisches Gerät, wie den Funkwecker und Alarm vorführten. Ein weiterer Punkt war die Gefahr durch Rauchentwicklung. "Rauch steigt nach oben. Bewegt euch im Brandfall kriechend fort." Dazu zog Josef Reindl die gesamte Feuerwehrausrüstung mit Atemschutzgerät an. "Niemand braucht vor dem saugenden Geräusch Angst haben. Macht auf euch aufmerksam, denn jetzt kommt Hilfe."

Im Freien wurden die Augen der Kinder größer, als das Entzünden verschiedener Stoffe, Zweige und Heu die rasante Rauchentwicklung und das Entstehen giftiger Dämpfe demonstrierte. Zur Freude aller fuhr Tobias Schroll das Feuerwehrauto vor, das die Kinder abschließend eingehend begutachteten.
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