Bauausschuss besichtigt Baustelle und Felsenkeller
Ende 2017 zurück ins Rathaus

Bei einem Rundgang wurde alles genau begutachtet. Bilder: ak (4)
Politik
Kulmain
21.04.2017
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Was macht man mit einem weiteren Felsenkeller? Wann wird das Rathaus fertig? Diese Fragen beschäftigen unter anderem den Bauausschuss in seiner ersten Jahressitzung und bei zahlreichen Ortsbesichtigungen.

Auf große Besichtigungstour begab sich das Gremium am späten Mittwochnachmittag. Über den Stand der Bauarbeiten am Rathaus informierten sich die Mitglieder bei einem Rundgang. Bürgermeister Günter Kopp erläuterte, dass der bestehende Schuppen zur Kirchenmauer hin rückgebaut und im nördlichen Gebäudeteil nach langem Hin und Her mit den Behörden die Heizung eingebaut wird. Dazu wird innen ein Heizraum für den Pelletofen gemauert. Die Verlagerung des neuen Kamins verhindert einen unansehnlicher Schlotturm direkt am Rathaus. Die Stromanbindung samt Panzersicherung in einen Anschlussraum im Nebengebäude versetzt. Im Rathaus selbst laufen derzeit die Installations- und Innenputzarbeiten. Im Dachgeschoss wird der Boden gedämmt und verschalt. Die Außenflächen müssen noch behindertengerecht angepasst werden. Die Gemeinde hofft, zum Jahresende das komplett generalsanierte Rathaus wieder in Betrieb nehmen zu können.

Einen weiteren Halt machten die Mitglieder am Granitportal des dritten Felsenkellers an der Hauptstraße. Er kam nach dem Erwerb des Daddy-Grundstückes zunächst ohne Wissen der Gemeinde in deren Besitz. Eine Grenzfeststellung hatte ergeben, dass dieser auf dem 2015 erworbenen Grundstück liegt und nicht wie vermutet zum Nachbargrundstück gehört. Laut Kopp hat ein Statiker den Felsenkeller besichtigt. Dieser stellte fest, dass Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind, um den Keller begeh- und nutzbar zu machen. Im Inneren des rund drei mal 10 Meter und 2,20 Meter hohen Raumes war ein Teil der lehmigen Gewölbedecke zu Boden gestürzt. Der Rest machte einen stabilen, aber nassen Eindruck mit Wurzeleinwuchs. Nach grober Kostenschätzung sind rund 15 000 Euro für dessen Sicherung auszugeben. Alternativ müsste er zur Sicherheit verfüllt werden. Kopp erklärte, dass die beiden anderen Felsenkeller in besserem Zustand seien.

In der Diskussion stellte der Ausschuss fest, dass vom Keller im momentanen Zustand keine Gefahr ausgeht, da dieser öffentlich nicht zugänglich ist und das darüber liegende Grundstück nicht genutzt wird. Daher sollen das Umfeld des Eingangsportals von Sträuchern befreit und die Granitummauerung im Zuge der Sanierung des Daddy-Grundstückes neu aufgesetzt werden sowie der Kellerabgang dauerhaft verschlossen werden. Überlegt wird, zur Belüftung und Trocknung einen Abluftkamin zu erstellen.

Ladesäule vors HotelDie Gemeinde steigt mit einem privaten Investor in den Ausbau der Infrastruktur zur Elektromobilität ein. Gemeindeoberhaupt Günter Kopp berichtete, dass Hotelbesitzer Joachim Wiesend am Aufbau einer E-Ladeeinrichtung auf seinem Hotelparkplatz interessiert ist. Der Bauausschuss erachtete bei der Ortseinsicht den Standort unmittelbar am ehemaligen Raiffeisengebäude und an Hauptstraße für gut eignet. Nach Abzug der staatlichen Förderung sollen sich Wiesend und Kommune die Installationskosten der Ladesäule teilen. Bevor eine endgültige Entscheidung gefällt wird, sind die Baukosten einschließlich der Starkstromzuleitung zu ermitteln.

Drei schadhafte Straßenstücke nahm der Ausschuss ebenfalls in Augenschein. Sowohl je zwei rund 20 Meter lange Asphaltflächen am Beginn des SV-Trainingsplatzes an der Jahnstraße und nahe des Kinderspielplatzes in Oberwappenöst als auch die zu verbreiternde Einmündungstrompete des Lerchenweges in die Höhenweg sollen neu asphaltiert werden. (ak)
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