Bauausschuss billit Pflaster für Gehweg in Kulmain
Vor eigener Tür wenig kehren

Mit einer Gehwegbefestigung, Hauszufahrten und dem Abfluss des Bushäuschens in Oberwappenöst befasst sich der Bauausschuss bei seinen Ortsbesichtigungen. Bild: ak
Politik
Kulmain
25.06.2016
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Möglichst pflegeleicht sollen öffentliche Flächen vor der eigenen Tür sein - das wünschen sich viele Hausbesitzer. Auch die Art der Gehwegbefestigung gehört dazu, denn die Anlieger sollen sich um sie kümmern.

Der Gehweg zwischen den Anwesen Weiherweg 9 und 11 zum neuen Baugebiet Kulmain-West an der Richard-Krieglsteiner- und Immenreuther Straße ist als Sandweg mit wassergebundener Decke gebaut. Die Oberfläche wächst zunehmend durch Unkraut und Gras zu und sollte auf Wunsch von Anliegern gepflastert werden. Der Bauausschuss legte fest, dass der Bauhof ein acht Zentimeter starkes Betonverbundpflaster auf der rund 100 Quadratmeter großen Fläche verlegt. Ein neuer Sinkkasten am Tiefpunkt nahe des Weiherweges soll die Oberflächenentwässerung sicherstellen. Die Anlieger werden um entsprechende Pflege des neuen Pflasters gebeten.

Rinne nicht zu tief


Bürgermeister Günter Kopp berichtete, dass sich ein Fahrzeuglenker über eine zu tiefe Pflasterrinne an der Einmündung der Blumen- in die Rosenstraße beschwert hat. Vor Ort maßen die Ausschussmitglieder den Rinnenstich mit fünf Zentimeter Tiefe. Aufgrund der stärkeren Neigung der Einmündung ist die vorhandene Rinnenausbildung zum Abfangen des Straßenwassers notwendig und regelkonform. Zudem ist die normale Befahrbarkeit mit allen Fahrzeugen bei entsprechender Sorgsamkeit des Lenkers sichergestellt.

Ein Lenauer wünscht die Befestigung seiner Hauszufahrt. Er würde das Pflaster stellen und verlegen. Die Gemeinde sollte für den Unterbau und die Randbefestigung samt Straßenentwässerung sorgen. Das Gremium war aber der Ansicht, dass der Aufwand für einen ordnungsgemäßen Ausbau sehr groß wäre und einen erheblichen finanziellen Aufwand bedeuten würde. Zudem müsste die Abwassersituation für den vorhandenen Regenwasserkanal geklärt und dieser möglicherweise verbessert werden.

Gleiches gilt auch für die darin liegende, rund 50 Jahre alte, aus Asbest-Zementrohren gefertigte Wasserhauptleitung, deren Erneuerung ebenfalls zu prüfen wäre. Der Ausschuss sah vorerst keinen Grund zu handeln. Gegen ein Engagement des Anlieger ist jedoch nichts einzuwenden.

Die Besitzer des Anwesens Lenauer Straße 9 bauen derzeit ihr Anwesen samt Wasser- und Kanalgrundstücksanschlüssen um. Sie möchten an der Südseite entlang der Grenze zum Nachbargrundstück eine zweite Zufahrt anlegen, um für die beiden Wohnungen mehr Stellflächen zu schaffen. Der Bauausschuss hatte keine Einwände. Für die Kosten des Ausbaus und der Befestigung der dadurch genutzten öffentlichen Wegefläche bis zum asphaltierten Bereich der Lenauer Straße hat der Anlieger aufzukommen. Gleiches trifft auch auf die Ableitung des im befestigten Bereich anfallenden Niederschlagswassers zu, das nicht auf die öffentliche Verkehrsfläche ablaufen darf.

Versickern statt ableiten


Der Dachrinnenabfluss des Bushauses in Oberwappenöst funktioniert nicht mehr und führt über fremden Grund. Der Aufwand, einen neuen Kanalanschluss für die geringe Menge Niederschlagswasser zu legen, ist zu groß. Deshalb kam man überein, eine Versickerungsmöglichkeit hinter dem Bushäuschen zu schaffen. Die Kanalleitung wird aufgelassen. Ein ausreichend großes Betonrohr soll eingebaut und mit Schotter als Sickerpackung verfüllt werden. Zudem wird zusätzlich eine Überlaufrinne zum Dreizeiler der Anliegerstraße angelegt.
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