Bürgerinitiative gegen die Trasse scheitert
Trassengegner und Tobias Reiß tief enttäuscht

Politik
Kulmain
02.07.2015
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Bürgerinitiative mit Sprecher Markus König scheitert. Landtagsabgeordneter ebenfalls enttäuscht über die Entscheidung von Horst Seehofer.

"Ernüchternd bis enttäuschend." Markus König gibt sich gar keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. Ministerpräsident Horst Seehofer hat am Mittwochabend seinen grundsätzlichen Widerstand gegen eine Gleichstromtrasse aufgegeben und König ist als Sprecher der Kulmainer Bürgerinitiative gegen die Trasse, darüber maßlos enttäuscht. Nach wie vor ist er überzeugt, dass die Leitung unnötig ist.

Zur Hälfte wurde der Region geholfen

Nach eineinhalb Jahren Kampf fühle er sich vor den Kopf gestoßen. Kritik übt König auch an der SPD-Delegation aus der Region, die am Mittwoch bei Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel war. Die SPD habe sich nicht auf die Seite der Bürger gestellt. "Und nun präsentieren sie sich, als hätten sie die Erdverkabelung durchgesetzt." Tatsächlich hätten diesen kleinen Erfolg die Trassengegner mit ihrem dauerhaften Widerstand erreicht. Dies sieht auch Sprecherkollege Dietmar Scherer so. Der Widerstand habe der Region geholfen, "aber nicht der Sache insgesamt".

Landtagsabgeordneter ebenfalls enttäuscht

Unglücklich mit der Entscheidung seines Parteivorsitzenden ist auch CSU-Landtagsabgeordneter Tobias Reiß: "Die Enttäuschung ist wegen der generellen Zustimmung auch bei mir groß." Eine Lösung über die Trasse des Ostbayernrings ist für Reiß nicht akzeptabel. "Diese Trasse zur Gleichstromtrasse aufzurüsten, wie Gabriel das offensichtlich will, ist technisch nicht möglich ohne aus dem Ostbayernring eine Monstertrasse mit über 80 Meter hohen Masten zu machen. Eine Hochspannungs-Gabriel-Übertragungsleitung durch die nördliche Oberpfalz werden wir nicht akzeptieren", so Landtagsabgeordneter Tobias Reiß.
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