Gemeinderäte reden über Passagier-gewicht
Ohne Wiegen nicht in den Bus

Politik
Kulmain
09.09.2016
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Wollen Kulmainer Vereine einen Ausflug machen, können sie den neuen Gemeindebus mieten. Dafür braucht es allerdings Regeln. Die Räte beschäftigten sich deshalb jüngst mit dem Thema "Gewicht". Eine Waage war auch im Spiel.

Der Gemeinderat warf bei seiner Sitzung eine ganze Reihe von Fragen auf, mit welchen Bedingungen das Ausleihen verbunden sein solle. Eines wollen Bürgermeister Günter Kopp und das Gremium auf keinen Fall: Kilometerpauschalen. Vielmehr soll der Bus zum Selbstkostenpreis als Anerkennung und Belohnung für die Vereinsarbeit überlassen werden.

Allerdings bedarf es hinsichtlich der Betankung, der Entlohnung der Fahrer und der Sauberkeit im Fahrzeug konkrete Vorgaben. Der Bus hat 31 Sitzplätze. Sein Leergewicht beträgt 4999 Kilogramm und sein zulässiges Gesamtgewicht 7200 Kilogramm.

Albert Sollfrank (CSU) rechnete vor, dass für 31 Personen und das Gepäck 2201 Kilogramm verbleiben, oder anders gesagt: 71 Kilogramm pro Person mit Gepäck. Bei 31 Personen seiner Gewichtsklasse sei der Bus hoffnungslos überladen, meinte er. "Wir müssen noch eine Waage kaufen", stellte Hans-Gerd Reindl (SPD) fest. Außerdem soll Essen und Trinken im Bus wegen der Sauberkeit verboten werden.

Zwei Fahrer


Bürgermeister Günter Kopp forderte, die Zahl der Busfahrer auf insgesamt zwei namentlich genannte Personen zu beschränken. Hier sah Bianca Greger (Freie Wähler) eine starke Einschränkung des Privatlebens der Busfahrer. Ihre Forderung, mehreren Personen die Erlaubnis zu erteilen, lehnte Kopp ab.

Eine verbindliche Regelung wird der Gemeinderat voraussichtlich in der nächsten Sitzung erlassen.

Aus dem GemeinderatDen Bauantrag von Michael Siebenweiber aus Godas auf Neubau einer Caravan-Garage in Altensteinreuth konnte der Gemeinderat noch nicht behandeln. Zuerst müsse das noch laufende Verfahren zur einfachen Änderung des dortigen Bebauungsplans rechtskräftig werden, so die Begründung für die Rückstellung. Zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms wurden die Gemeinderäte gebeten, bis zur Sitzung im Oktober Vorschläge oder Anregungen einzubringen. Dietmar Scherer (CSU) erhielt den Auftrag, den Punkt Energieeffizienz im Hinblick auf die Hochspannungsleitung zu durchforsten. Bürgermeister Günter Kopp informierte über:

Den Baubeginn der Gemeindeverbindungsstraße von Oberwappenöst bis zur Bahnbrücke am 19. September. Die Bauzeit beträgt circa acht Wochen.

Straßenschäden, die ein Kettenbagger beim Abriss des Daddy-Hauses hinterließ.

Mit der Installation der LED-Sonderleuchten wird voraussichtlich am 26. September begonnen. Voraussetzung ist, die benötigten Leuchten werden zeitgerecht geliefert.

Begonnen wurde mit der Verbesserung der Schotterwege im Bereich Oberbruck und Ziegelhütte durch den Maschinenring. Ausführlich informierte Otto Schroll über die Arbeiten. (bkr)
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