Gemeinderat legt sich auf Farbe fürs Rathaus fest
Grünes Licht für Perlweiß

Politik
Kulmain
14.04.2016
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Cremefarben oder Perlweiß? Der Gemeinderat bevorzugt Perlweiß für den künftigen Anstrich der Fensterleibungen des denkmalgeschützten Rathauses. Gelb wird die Gebäudefarbe. Nicht nur das war Thema der Ortsbesichtigung am Dienstag vor der Sitzung des Gremiums.

Vielmehr erkundigten sich die Räte über den gegenwärtigen Sanierungszustand des Gebäudes. Der Modergeruch im Inneren ist verschwunden. Entwässerungsmaßnahmen zeigen bereits ihre Wirkung. Feuchtigkeit, die früher vom Mauerwerk aufgesogen wurde, wird aufgefangen, zusammengeführt und abgeleitet. Die Räume seien zum Atmen gebracht worden. Das Wasser werde nicht mehr eingesperrt, berichtete Bürgermeister Günter Kopp.

Er führte die Fraktionen von Raum zu Raum, zum ehemaligen Weinkeller, einstigen Stallgewölbe und nach oben ins Dachgeschoss. Noch nicht so recht vorstellbar ist es, die Räume in ihrer kommenden Funktion als Büros, Trauungszimmer oder Registratur zu sehen. Abgeschlagene Wände, offene, herausgerissene Böden und Decken, ausgetauschtes Balkenwerk, wieder sichtbar gemachte Fenster.

Das Rathaus ist eine richtige Baustelle mit vielfältigen Sanierungsarbeiten, die von einem bereits vollendeten Dach geschützt werden. Der ursprüngliche Charakter des alten Schlosses soll erhalten bleiben, und es verspricht, ein richtiges Schmuckkästchen zu werden.

Antrag auf 700 000 Euro"Alle Jahre wieder", meinte Bürgermeister Günter Kopp zum Antrag auf Stabilisierungshilfe . Auch 2016 steht er wieder an. 700 000 Euro "schwer" wird er sein. Die Unterlagen müssen bis 29. April dem Landratsamt vorgelegt werden. Die im Antrag aufgeführten Maßnahmen werden keine Luxusmaßnahmen sein, hob der Rathauschef hervor. Er verwies darauf, in den zurückliegenden Jahren gute Erfahrungen gemacht zu haben. Vom Gemeinderat erhielt die Verwaltung den Auftrag, den kompletten Antrag fristgerecht in Tirschenreuth vorzulegen.

Das Gremium nahm die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan der Steinwald-Allianz an. Er belastet die Gemeinde einschließlich Sonderzulagen mit 11 215 Euro.

Intensiv durchleuchteten die Räte die Auswirkungen einer Gerichtsentscheidung auf das Erschließungs- und Straßenausbaubeitragsrecht . Es bietet den Gemeinden die Alternative, Beiträge als wiederkehrende Leistungen zu erheben. Einen Handlungsbedarf sah das Gremium nicht. Vielmehr eröffnen sich bei einer Umstellung von der bisherigen Beitragserhebung zu wiederkehrenden Leistungen und den damit festzulegenden Einrichtungseinheiten zu große Probleme. Doppelbelastungen könnten die Folgen sein. Die Gemeinde will sich hier nicht in größere Streitigkeiten manövrieren. (bkr)
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