Gemeinderat verwirft Änderung des Bebauungsplans "Am Erlbach"
Wenigstens eine Parzelle bebauen

Politik
Kulmain
22.07.2016
29
0

Schon unter Vorbehalt hatte der Kulmainer Gemeinderat im Oktober 2015 die Änderung des Bebauungsplans für das Baugebiet "Am Erlbach" beschlossen. Am Mittwoch macht das Gremium die damalige Entscheidung rückgängig, damit zumindest eine von zwei Parzellen bebaut werden kann.

Die angestrebte Änderung des Bebauungsplans "Am Erlbach" sei in der beschlossenen Form nicht umsetzbar, teilte Bürgermeister Günter Kopp mit. Es müssten sonst der Flächennutzungsplan angepasst und das Sondergebiet für Wochenendhäuser herausgenommen werden. Dies bedeute einen großen Aufwand. Auch müsste eine entsprechende Ausgleichsfläche geschaffen werden. Das Landratsamt signalisierte zudem, die angedachte Vorgehensweise nicht mitzutragen. Mit einer Ortsabrundungs- beziehungsweise Ergänzungssatzung wäre es aber möglich, für ein Grundstück einen Kompromiss zu finden. Mit dem Grundstücksbesitzer und Architekten Matthias Rühl sollen Möglichkeiten erörtert werden, zumindest für die Parzelle eine Bebauung zu erreichen.

In die Wege geleitet wird die Änderung des Bebauungsplans "Kühhut" in Altensteinreuth. Ein junges Paar hatte im vergangenen Jahr zwei Grundstücke erworben. Auf ihnen will es ein Einfamilienhaus und eine größere Garage für einen Wohnwagen errichten. Der Bebauungsplan stehe jedoch nicht im Einklang mit dem Vorhaben, erläuterte dazu Sachbearbeiter Arnold Koch. Eine Änderung trage das Landratsamt mit, ließ er wissen. Für die Anlieger ergäben sich keine Nachteile, dafür hätten künftige Bauwerber Vorteile, meinte Koch. Der Gemeinderat folgte dem Beschlussvorschlag für eine Änderung des Bebauungsplanes und beauftragte die Verwaltung, die erforderlichen Schritte einzuleiten.

Zustimmung gab es zum Bauplan von Alexandra und Harald Haberkorn aus Erdenweis. Sie wollen eine Scheune abbrechen und einer Unterstellhalle als Ersatzbau errichten. Das Einvernehmen wurde mit dem Hinweis versehen, dass mit einer Hallenecke das Nachbargrundstück überbaut werde.

Ein Bauantrag wurde für den Fahrsilo der Biogasanlage der Josef und Andreas Popp GdR in Oberwappenöst erforderlich. Auslöser ist die Änderung der Anlage von einem landwirtschaftlichen zu einem gewerblichen Betrieb.

Dem Antrag auf Fristverlängerung bis Ablauf 2018 für die Entnahme von Grundwasser für die Wasserversorgungen Oberwappenöst-Witzlasreuth, Ölbrunn-Frankenreuth, Zinst und Altensteinreuth stimmten die Räte zu. Vorgesehen ist, die Wasserrechtsverfahren für die vier Anlagen bis Mitte 2017 zu bearbeiten und die Unterlagen bis zum Abschluss der Erneuerung der Wasserleitung in Kulmain 2018 einzureichen.

Die Gesamtsituation der Anlagen in der Gemeinde kann dann dargestellt werden.

"Daddy-Haus": Bagger kommt im AugustDer Abriss des "Daddy-Hauses" steht bevor. Den Zuschlag erhielt in der nichtöffentlichen Sitzung des Vormonats die Firma Ebersbacher aus Oelsnitz, gab Bürgermeister Günter Kopp bekannt. Die Abrisskosten belaufen sich auf 42 138 ,55 Euro. Die Arbeiten beginnen nach den Worten des Rathauschefs am 1. August. Zunächst wird der Innenbereich des "Daddy-Hauses" in der Hauptstraße ausgeräumt. Durch die dort ebenfalls laufenden Arbeiten zur Erneuerung der Wasserleitungen kann es zu Konflikten kommen, befürchtet Kopp. (bkr)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.