In Kulmain läuft Austausch der Straßenbeleuchtung
LEDs lassen Kämmerer strahlen

Bereits montiert hat das Bayernwerk die LED-Leuchten am Eingang zur Grundschule. Bild: ak
Politik
Kulmain
12.11.2016
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Auch kleine Schritte führen zum Erfolg, um die großen Ziele der nationalen Klimaschutzinitiative zu erreichen. Mit der Umstellung der energieintensiven Straßenbeleuchtung auf LED-Technik trägt die Gemeinde dazu bei, Treibhausgasemissionen zu senken und das eigene Energiekonzept umzusetzen.

Im Frühjahr 2015 hatte sich die Kommune mit der Umstellung auf energiesparende Beleuchtungssysteme befasst. Gründe waren das zum kommunalen Entwicklungskonzept parallel aufgestellte Energiekonzept, Vorgaben der EU und des Bundes zum Klimaschutz sowie die sogenannte Ökodesignrichtlinie der EU, nach der Quecksilberdampflampen aus Umweltgründen nicht mehr erneuert werden dürfen. Die Gemeinde stand vor der Wahl, Gelblichtlampen als Ersatz einzubauen oder auf energiesparende LED-Technik umzurüsten.

Der Gemeinderat entschied sich deshalb für den stufenweisen Umstieg auf LED-Leuchtkörper. Der ursprüngliche Plan, 127 Pilzleuchten im Ort Kulmain mit einem allein zu tragenden Kostenaufwand von rund 58 000 Euro umzurüsten, wurde fallengelassen. Eine neue Kommunalrichtlinie des Bundesinnenministeriums eröffnete die Möglichkeit einer staatlichen Förderung nach zweijähriger Pause. Die Kommune entschied sich deshalb, alle Leuchtkörper in Kulmain und Oberbruck an den 233 Standorten der Mastleuchten umzustellen. Fördervoraussetzung war, Eigentümer der Leuchten zu sein. Nach einer Restwertbestimmung durch das Bayernwerk löste die Gemeinde die alten Leuchten mit einem relativ geringen Preis ab.

Das Konzept des Elektroplanungsbüros Reger aus Witzlasreuth sieht vor, die 52 Langfeldleuchten mit einer Leistung von 4,68 Kilowatt (kW) durch zeitgesteuerte LED-Leuchtkörper mit 1,40 kW, 139 Pilzleuchten mit 12,51 und 1,81 kW sowie jeweils zweimal 21 Pilzleuchten mit 1,89 durch solche mit 0,46 kW und 0,27 kW Gesamtanschlussleistung zu ersetzen. Die Systemleistung und der Verbrauch je Leuchte werden damit um 89 bis 95 Prozent gesenkt. Die Amortisationsdauer bewegt sich zwischen sieben und zehn Jahren. Die Gesamteinsparung beläuft sich auf fast 78 000 Kilowatt pro Jahr.

Die Umstellung durch das Bayernwerk kostet der Gemeinde rund 94 000 Euro. Als Stabilisierungsgemeinde erhält sie eine erhöhte Förderung von 31,25 Prozent. Das Bayernwerk hat bereits mit dem Auswechseln der Langfeldleuchten begonnen. Am Schulplatz und Kindergarten wurden die Leuchtstellen gegen höhere Lichtmasten mit LED-Aufsatzleuchten mit einer Lichtpunkthöhe von sechs Metern ersetzt. Alle technischen Leuchtkörper in den beiden Ortschaften werden noch vor Weihnachten ausgetauscht. Der Zeitpunkt der Designleuchtenlieferung ist noch nicht bekannt.
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