Kein Verkauf an Ebnather Fischer
Gemeinde gibt Weiher nicht her

Politik
Kulmain
14.10.2016
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Den Witzlasreuther Weiher will der Ebnather Fischereiverein kaufen. Er hat das Gewässer bislang gepachtet. Doch ein Verkauf gestaltet sich gar nicht so einfach.

Mit der Gemeinde existiert nämlich ein Nutzungsvertrag fürs Eisstockschießen im Winter und als Badeweiher im Sommer. Zudem dient er der Feuerwehr für die Löschwasserversorgung. Auch sollen vor dem Verkauf die massiven Biberschäden beseitigt werden. An den Sanierungskosten von geschätzt 6000 Euro soll sich die Kommune beteiligen.

Im Sommer Badeteich


In der Gemeinderatssitzung am Dienstag stellte sich deshalb die Frage, inwieweit die vorhandenen Rechte aufrechterhalten bleiben sollen. Der Witzlasreuther Jürgen Christl (Bürgerliste) führte dazu aus, dass das Gewässer im Sommer von Kindern als Badeteich gut frequentiert werde. Das gleiche gelte im Winter für das Eisstockschießen der Erwachsenen.

Der Brandschutz stützt sich bei der Wasserversorgung auf den Teich, so die einhellige Feststellung des Gemeinderates. Im Notfall könnte er auch ohne vertragliche Regelung dafür herangezogen werden. Das Gremium war sich aber darüber einig, dass für den Weiher die bisherige Nutzungsvereinbarung aufrecht erhalten bleiben müsse. Ein neuer Pachtvertrag soll deshalb abgeschlossen werden. Über eine finanzielle Beteiligung an den Sanierungskosten wollen die Räte bei Vorliegen der genauen Zahlen entscheiden.

Kleinvieh macht auch MistGenau blickte der Rechnungsprüfungsausschuss in die Haushaltsunterlagen der Gemeindeverwaltung für das Jahr 2014. Vorsitzender Florian Bayer trug das Ergebnis vor. Ein kleines Ärgernis sind für ihn die ausstehenden Forderungen und die notorischen Nichtzahler. Der Ausschuss fordert hier, offene Beträge intensiver einzutreiben. Viele Kleinbeträge sind offen und verlängern die Ausstandsliste. Centbeträge werden oft nicht mit überwiesen.

Bayer regte an, Empfehlungen zu geben, wie die Verwaltung offene Forderungen zu behandeln habe. Die Kleinbeträge sollten zur Entlastung ausgebucht werden. Eine Eintreibung verursache einen nicht vertretbaren Aufwand.

Entlastet werden könnte die Verwaltung auch bei der Haushaltsstelle "Bücherei". Zweckmäßig wäre es, die Haushaltsmittel der Bücherei zur Selbstverwaltung zu überlassen. Die Ausgaben sollten am Jahresende abgerechnet werden.

Die Sanierung des Rathauses schreitet weiter voran. Die Fassade wurde ausgebessert und die Risse geschlossen. Ursache dafür waren laut Bürgermeister Günter Kopp Hohlräume. Die Firma Schraml aus Friedenfels hat den Auftrag für die Putzarbeiten im Innenbereich und der Fassade erhalten. Ihr Angebot lag bei 165 622 Euro. Die Malerarbeiten erledigt die Firma Riess aus Arzberg für 29 396 Euro.

Die Erstellung eines Kanalkatasters im Bereich von Kulmain und Witzlasreuth übernimmt das Ingenieurbüro Zwick aus Weiden. Die Aufwendungen belaufen sich auf 34 768 Euro.

Zur bessere Ausleuchtung im Kindergarten- und Schulbereich werden zwei Lichtmasten ausgewechselt. Kosten: 2550 Euro.

Die EDV-Ausstattung für die Grundschule liefert die Firma Elektro-Melzner aus Kemnath. Die Geräte haben einen Wert von 1237 Euro.

Die am kommunalen Ferienprogramm beteiligten Vereine und Verbände erhalten als Anerkennung einen Zuschuss von jeweils 50 Euro. Für das Zeltlager 2016 am Stausee erhält der Sportverein ebenfalls eine finanzielle Unterstützung.

Für die Bediensteten und für Mitglieder des Gemeinderats findet am Freitag, 9. Dezember, eine Weihnachtsfeier im Haus des Gastes statt. Der Neujahrsempfang ist am 7. Januar. (bkr)
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