Keiner fährt mit
Seniorenbeauftragte Hildegard Schroll berichtet im Gemeinderat von fehlender Nachfrage für das Baxi

Hildegard Schroll leistet mit Unterstützung des Seniorenkreises eine hervorragende Arbeit im Stillen. Dieser Ansicht war im Gemeinderat nicht nur Bürgermeister Günter Kopp. Bild: bkr
Politik
Kulmain
15.01.2016
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"Hildegard Schroll ist unser Baxi." Gerd Schönfelder (Bürgerliste) fasste so am Dienstag im Gemeinderat einen Teil des Arbeitspensums der Seniorenbeauftragten zusammen. Sie und der Seniorenkreis machten eine "super Arbeit", stellte auch Bürgermeister Günter Kopp fest.

Allerdings ist gerade das Baxi (der Anrufbus des Landkreises) für Schroll ein Sorgenkind. "Ich habe noch keine einzige Anfrage erhalten", informierte sie das Gremium. Ein Grund für sie ist, dass mit dem Baxi nicht alles erreicht werden kann. "Nach Kemnath rentiert es sich nicht, und für den Facharzt nach Weiden ist das Baxi nicht geeignet", meinte Schroll.

Sie gewährte den Räten auch einen kleinen Blick in ihre Arbeit. Die Organisation von Fahrten ins Sibyllenbad, zu Faschingsveranstaltungen oder Maiandachten bilden dabei nur einen Bruchteil. Weit wichtiger ist die Hilfe für die Senioren im Gemeindebereich. Hier ist Schroll nicht ganz alleine. VdK, KAB und andere helfen mit. Nachbarschaftshilfe ist angesagt. Fahrten zum Einkaufen, zum Arzt, in die Apotheke oder ins Altenheim sowie Beratungen werden organisiert. Alles ohne großes Aufheben. Auf der gesellschaftlichen Seite erfreut sich der regelmäßige Hutzanachmittag im Sportheim uneingeschränkter Beliebtheit. "Recht lustig und gut ist es dabei", betonte Hildegard Schroll.

Die Gemeinderäte sahen es anders. Die Nachbarschaftshilfe und der Fahrdienst arbeiten zu gut. Bürgermeister Günter Kopp sah in der Arbeit der Seniorenbeauftragten eine hervorragende Sache, da vor allem der Kontakt zu den Senioren sehr wichtig sei. Albert Sollfrank (CSU) erachtete es für wichtig, dass die Arbeit von Hildegard Schroll kontinuierlich und es keine einmaligen Aktionen seien.

Regenrückhaltung als BedingungDie beschränkte wasserrechtliche Erlaubnis für das Einleiten von Niederschlagswasser in den Gemeindeteilen Aign, Erdenweis, Wunschenberg, Ölbrunn, Lenau und Frankenreuth gilt widerruflich bis Ablauf 2035, informierte Bürgermeister Günter Kopp. Zur Auflage wurde jedoch gemacht, für den Ortsteil Erdenweis eine Regenrückhaltung zu erstellen. Sie ist bis 1. Januar 2018 in Betrieb zu nehmen.

Die entsprechenden Pläne sind, abgestimmt mit der Unteren Naturschutzbehörde, bis Jahresende dem Wasserwirtschaftsamt Weiden vorzulegen. (bkr)
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