Nur noch Matsch
Witterung behindert Breitbandausbau und verzögert Fertigstellung

Ausstellen der Multifunktionsgehäuse für die Glasfasertechnik ja (so wie hier am Ortseingang von Lenau), Tiefbauarbeiten dann doch lieber nicht: Die Niederschläge der vergangenen Wochen haben den Boden derart aufgeweicht, dass derzeit ein ordnungsgemäßes Verlegen der Breitbandkabel nicht möglich ist. Bild: ak
Politik
Kulmain
15.01.2016
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Die Mitteilung von Bürgermeister Günter Kopp beim Neujahrsempfang zum Breitbandausbau in der Gemeinde (wir berichteten) dürfte nicht allzu überraschend gewesen sein. Ein Blick aus dem Fenster genügte als Erklärung, weshalb sich der Fertigstellungstermin nach hinten verschiebt.

Eigentlich war mit der Telekom der 6. Februar als Stichtag für den Abschluss der Ausbauarbeiten vereinbart. Allerdings macht die Witterung den damit beauftragten Firmen einen Strich durch die Rechnung.

Rüttler sinkt ein


Anscheinend aufgrund bestehender Vorverträge hatten sie laut Kopp in der Gemeinde erst Anfang Dezember mit dem Aufbau der Multifunktionsgehäuse und dem Verlegen der Leitungen begonnen. Doch angesichts anhaltender Regenfälle ist der Boden aufgeweicht. Der Rathauschef war deshalb dafür, die Tiefbauarbeiten einzustellen. Es sei alles nur noch Matsch, "das Wasser steht". Ein Weiterarbeiten macht daher seiner Ansicht nach "mehr kaputt als alles wert ist". Er habe beobachtet, dass der Rüttler ständig gezogen werden musste, damit er nicht versinkt.

Das Erdreich kann so nicht ordnungsgemäß verdichtet werden. Daher sieht Kopp auch entlang der Staatsstraße von Frankenreuth nach Lenau, entlang der noch Kabel verlegt werden müssen, eine Gefahr für die Stabilität des Straßenkörpers. Hier könne möglicherweise die Schotterschicht bröckeln oder das Bankett abrutschen. "Bloß zu sagen: ,Ich hab's jetzt drin', bringt nichts", denn hinterher gebe es nur Ärger. Die Arbeiter könnten zwar Breitbandkabel in die bestehenden Leerrohre einblasen und noch benötigte Multifunktionsgehäuse aufstellen, "aber Tiefbauarbeiten sind derzeit nicht möglich".

Damit soll es weitergehen, wenn die Witterung es zu lässt, "voraussichtlich Anfang März", schätzt Kopp. Dann sollen die Kabel unter anderem in Wunschenberg, von Lenau nach Frankenreuth sowie von Zinst nach Altensteinreuth verlegt werden, damit bis zur Jahresmitte der Großteil der Haushalte in der Gemeinde vom schnellen Internet profitiert.
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