Räte knüpfen Ja zu Stallgebäuden an Bedingungen
Unter Vorbehalt

Politik
Kulmain
15.04.2016
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Während der von Ludwig Dötterl, Erdenweis 4, geplante Anbau an eine Maschinenhalle schnell abgehakt war, dauerte es im Gemeinderat bei den Unterlagen von Harald Richter aus Neusorg etwas länger. Er möchte nördlich von Erdenweis und westlich der Gemeindeverbindungsstraße nach Wunschenberg einen Milchviehstall errichten. Die Zustimmung dafür knüpften die Bürgervertreter an Bedingungen.

Zum Vorhaben gehören vier Stallgebäude mit 90 Einstellplätzen mit einer Fläche von 1840 Quadratmetern sowie zwei Güllebehälter mit einem Fassungsvermögen von 1800 Kubikmeter. Ebenso sind ein Fahrsilo, eine Dungablage (827 Quadratmeter) sowie eine 160 Quadratmeter große Versickerungsmulde für Flächenwasser vorgesehen. Laut Arnold Koch von der Bauverwaltung ist diese Bebauung im Außenbereich unter bestimmten Auflagen möglich. Die Erschließung mit Kanal und Wasser müsse der Bauherr selber tragen. Koch sah aber auch einen großen Eingriff in das Landschaftsbild von Erdenweis und für die Wallfahrtskirche Armesberg. Weiteres Problem sei die Nutzung des öffentlichen Feld- und Waldweges bei Bau und Betrieb des Milchviehbetriebes. Der Weg sei dafür nicht geeignet und müsse ertüchtigt werden. Die Kosten dafür dürften andere über eine Umlage nicht belasten.

Der Gemeinderat forderte von Richter vorab eine Beweissicherung über den Straßenzustand und die anschließende Beseitigung aufgetretener Schäden. Skeptisch stand das Gremium ebenso der Versickerungsmulde gegenüber. Nur drei Meter sei sie vom Nachbargrundstück entfernt. Eine Vernässung könne dort deshalb nicht ausgeschlossen werden.

Mehr Zeit zu bremsenDas Ortsschild an der Kreisstraße Richtung Immenreuth sähe der Gemeinderat lieber 70 Meter weiter vom Ortsrand entfernt. Es steht unmittelbar an der Einmündung der Lenauer Straße. Dort haben laut Albert Sollfrank (CSU) die meisten in den Ort fahrenden Fahrzeuge noch nicht auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde abgebremst. Für die in die Lenauer Straße einbiegenden Fahrzeuge oder aus der Lenauer in die Kreisstraße Einfahrenden ergäben sich häufige Gefahrensituationen.

Sollfrank sah die Möglichkeit, mit einem relativ geringen Aufwand die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Sybille Bayer, SPD, bestätigte die ungünstige Position der Tafel. Der Gemeinderat war deshalb dafür, einen entsprechenden Vorstoß zu unternehmen. (bkr)
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