Stammtischgespräch bei der CSU
Große Pläne beim Ortsverband

Statt heißer Diskussionsrunden gab es bei der Stammtischrunde des CSU-Ortsverbandes eher leise Töne. Bild: sat
Politik
Kulmain
22.02.2016
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Eher leisere Töne prägten das Stammtischgespräch des CSU-Ortsverbandes im Gasthaus Fröhler in Erdenweis. Bürgermeister Günter Kopp sprach dabei auch die kurz hintereinander aufgetretenen Wasserrohrbrüche im Ortszentrum von Kulmain an. Diese zeugten von einem dringenden Handlungsbedarf. Mit der Erneuerung der Wasserhauptleitung in der Haupt- und Wunsiedeler Straße, der Erstellung eines Konzeptes für die Kläranlage und das Kanalnetz Witzlasreuth sowie den laufenden Wasserrechtsverfahren sei die Kommune voll in den Verbesserungsplanungen, erklärte der Ortsvorsitzende.

Zum Haushaltsentwurf der Gemeinde führte er aus, dass bei einem Gesamtvolumen von rund 6,2 Millionen Euro eine Kreditaufnahme von 698 785 Euro eingeplant sei. Dem stünden Regeltilgungen von 116 500 Euro gegenüber. Trotz höherer staatlicher Schlüsselzuweisungen, Einkommensteuerbeteiligung sowie Stabilisierungshilfe von 100 000 Euro sei dieser Schritt angesichts der Investitionen unabdingbar.

Für die Schule wird eine neue Klassenzimmerausstattung angeschafft und die Knabentoilette erneuert. Für Kindergartenmöbel, Bücherei und Spielplätze stehen laut Kopp ebenfalls Mittel zur Verfügung. Zudem müssten Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehren, ein neuer Schulbus und ein Böschungsmäher im Verbund mit der Nachbargemeinde Immenreuth beschafft werden.

Viel Aufwand ist der zweite Bauabschnitt des Rathauses. Dazu kommen der Abriss des Daddy-Hauses mit Platzgestaltung, Fertigstellung der Breitbandverkabelung, Umrüstung von 238 Straßenleuchtkörper in Kulmain und Oberbruck auf LED-Technik, Fundamentsanierung der Aussegnungshalle und Erstellung eines Kanalkatasters. Ebenso stehen der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Oberwappenöst bis zur Einmündung in die Zinster Straße sowie der Ersatzbau für den Kanaldurchlass in Lenau an.

Mittelfristige Schritte sind die Bewerbung für die energetische und barrierefreie Sanierung des Bürgerhauses und der Turnhalle mit den Außenanlagen über das kommunale Investitionsprogramm sowie die Städtebauförderung. Aber auch die Bestandsaufnahme der 1,4 Kilometer langen Straße von Wunschenberg in das Naabtal.

Die Korrosionsschäden an der Stahlkonstruktion des Hallenbades in Tirschenreuth werden derzeit mit erheblichem finanziellem Aufwand saniert, berichte Kopp als stellvertretender Landrat. Auch ging er auf das Problem der Flüchtlingsunterbringung und Integrierung ein. Die Anwesenden waren sich alle darin einig, dass allen, die wegen Krieg, Terror und Unterdrückung fliehen, geholfen werden muss. Deutschland und insbesondere Bayern könnten den großen Flüchtlingsstrom jedoch nicht im Alleingang bewältigen.
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