Alles begann mit einem Schlauchwagen
35 Jahre Feuerwehrfreundschaft

Die Feuerwehren aus Hagenried und Kulmain sind seit 1981 freundschaftlich verbunden. Mindestens einmal im Jahr besuchen sie sich gegenseitig. Beim Jubiläumstreffen waren nun die Oberpfälzer die Gastgeber. Bilder: jma (2)
Vermischtes
Kulmain
08.08.2016
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Als 1981 der erste Kontakt mit der Feuerwehr aus Hagenried zustande kam, war den Kulmainer Kameraden noch nicht klar, dass sich daraus eine solche Freundschaft entwickeln sollte. Am Samstag trafen sie sich wieder, um über alte Zeiten und die nächsten Treffen zu sprechen.

(jma) Vor 35 Jahren hatte die Feuerwehr aus Hagenried (Gemeinde Münsterhausen im Landkreis Günzburg) in der Zeitschrift "Brandwacht", dem offiziellen Presseorgan des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr für den Brand- und Katastrophenschutz, ihren Schlauchwagen zum Verkauf angeboten. Diese Anzeige lasen auch die Kameraden der Kulmainer Feuerwehr. Mit dem damaligen Bürgermeister einigten sie sich darauf, das Stück zu kaufen.

Am 1. Mai 1981 machte sich eine Abordnung auf die 300 Kilometer lange Reise nach Hagenried, darunter auch der heutige Kommandant Ernst Braunreuther. Er erzählt, dass damals der Bürgermeister der Feuerwehr ein extra ausgestelltes Schriftstück mitgegeben hatte, worauf die Polizei bei einer Kontrolle den Kameraden die freie Durchfahrt mit ihrem Schlauchwagen zu geben habe.

Nach etwa drei Stunden hatten die Oberpfälzer ihr Ziel erreicht. Sie nahmen sogleich den Wagen unter die Lupe und befanden ihn für gut. Schnell einigten sich beide Seiten auf einen Preis von 300 Mark. Um das Geschäft zu besiegeln, wurde ein Bier "geköpft", dann machten sich die Kulmainer wieder auf den Heimweg.

Im August des gleichen Jahres fuhren einige Feuerwehrler aus Kulmain erneut nach Hagenried zu einem Treffen. Seitdem "kommt man mal in Kulmain zusammen und mal bei uns", erklärt Martin Müller, Vorsitzender der Hagenrieder Brandschützer. Zum Jubiläum waren diesmal die Kulmainer die Gastgeber für 11 Kameraden aus dem Südwesten des Freistaates. Zur Gruppe gehörte auch der Münsterhausener Bürgermeister Robert Hartinger, den sein Kulmainer Amtskollege Günter Kopp begrüßte.

Vorsitzender Georg Redl schürte sogleich den Grill an, und auch das Bier aus den Fässern war gut gekühlt. Nach einer kurzen Rundfahrt durch Kulmain begann der gemütliche Teil des Abends. Neben der Kameradschaft verbindet die Feuerwehren noch eine interessante Begebenheit: Sowohl Kulmain als auch Hagenried haben als Nachbarn einen Ort namens Kemnat(h).
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