Bauarbeiten an Hauptleitung bald fertig
Alle Löcher gestopft

Über die löcherige Wasserleitung staunten die Gemeinderäte nicht schlecht. Otto Schroll brachte ein Musterbeispiel eines Rohrs mit. Bild: bkr
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Kulmain
08.09.2016
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Im Untergrund von Kulmain sieht es schlecht aus - zumindest bei der Wasserversorgung. Die Leitung in der Hauptstraße ist brüchig. Flicken hilft da nicht mehr viel. Der Gemeinderat musste handeln.

Als die Baggerschaufel entlang der alten Leitung Platz für die neue schaffte, verursachten die Erschütterungen große Löcher im maroden System. Gemeinderat und Bauhofteamleiter Otto Schroll brachte zur letzten Sitzung ein Musterbeispiel mit. Es untermauerte die Dringlichkeit, die Wasserversorgungsleitung zu erneuern.

Flicken half nichts mehr, um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten. Eine Notleitung wurde deshalb verlegt, die Hauptstraße war für viele Wochen gesperrt. Mit den Bauarbeiten ist es aber bald vorbei. "Am Ende der 37. Woche soll die Straße wieder komplett frei sein", teilte Bürgermeister Günter Kopp am Dienstag mit. Bis dahin sind auch die letzten Asphaltarbeiten erledigt. Der Verkehr werde wegen weiterer Arbeiten in der Wunsiedeler Straße durch eine Ampelanlage geregelt, fügte Kopp an. "Die ständige Angst vor Wasserrohrbrüchen in dem Bereich ist beseitigt", betonte der Bürgermeister.

Die verbleibenden Restarbeiten in der Wunsiedeler Straße und im Bereich der Immenreuther Straße sollen bis Ende September abgeschlossen sein. Für die Schulbusse gibt es nun ebenso wenig Einschränkungen wie für die Geschäfte, sagte das Gemeindeoberhaupt erleichtert.

KanalkatasterEbenso wie die Hauptwasserleitung ist das Kanalnetz der Gemeinde in die Jahre gekommen. Um dessen Zustand festzustellen, beschloss der Gemeinderat am Dienstag eine Kanalkataster-Erhebung, die auch zwingende Voraussetzung für den Zugang zu Förderungen ist. Für die Erhebung erhält die Gemeinde pro laufenden Kanalmeter einen Euro Zuschuss. Bürgermeister Günter Kopp legte dazu dem Gremium eine lange Liste von benötigten Daten und Leistungen vor und schloss diese mit der Feststellung ab: "Wir sind uns alle einig, den Zustand zu erheben, um die richtigen Schlüsse für künftige Verbesserungen zu ziehen". 57 800 Meter ist das Kulmainer Kanalnetz lang. Das EDV-gestützte Kanalkataster soll im Zeitraum von zwei bis drei Jahren erstellt werden. Es wird mit einer Ausgabensumme von 289 000 Euro gerechnet. (bkr)
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