Bauausschuss besichtigt Gemeinde
Von Baustelle zu Baustelle

Die Zufahrt zum Anwesen Hauptstraße 22 entlang des abgerissenen Daddy-Hauses ist eng. Dem neuen Eigentümer gefällt das nicht, und er erbittet deshalb Hilfe vom Bauausschuss. Bild: ak
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Kulmain
02.11.2016
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Auf eine Rundreise mit vielen Haltestellen in der Gemeinde hat sich der Bauausschuss begeben. Das Gremium diskutierte über kommunale Baustellen sowie Beschwerden und Wünsche von Bürgern. Ein Kulmainer brachte seinen Ärger über eine nasse Hauswand vor.

Den ersten Stopp machten die Mitglieder des Bauausschusses an der Zufahrt zum Anwesen Hauptstraße 22. Der neue Eigentümer hatte einige Wünsche zur Verbesserung der Straße. Er erklärte, dass der Bereich für größere Rettungs- und Baufahrzeuge zu eng sei und breiter werden müsste. Eine Lösung könnten laut dem Eigentümer Flächen des abgerissenen Daddy-Hauses sein.

Die Bauausschuss-Mitglieder waren allerdings der Meinung, dass die Inanspruchnahme des Daddy-Grundstückes und ein Abtragen der Hausmauer, die an den rund drei Meter breiten Weg angrenzt, nicht in Frage komme. Bürgermeister Günter Kopp erläuterte, dass die Verbreiterung des entlang des Daddy-Grundstückes führenden Zufahrtsweges erhebliche Kosten durch Abtragen des Mauerwerkes, Stützmauer- und Straßenbau mit sich bringt, die weder durch die Anlieger noch durch die Gemeinde getragen werden können. Klar sei, dass auch durch die Städtebauförderung keine Mittel dafür gewährt werden.

Der Ausschuss stellte fest, dass für den Anliegerverkehr die vorhandene Straßenbreite ausreichend ist. Für das Anfahren mit größeren Fahrzeugen legte der Bauausschuss einstimmig fest, dass die Restfläche zwischen abgetragener Gebäudemauer und Pflaster-Zweizeiler ausgekoffert und mit Grobschotter zum Überfahren aufgefüllt wird. Der untere Kurvenradius wird um rund einen halben Meter in Schotterbauweise verbreitert. Schwierig werde es mit dem Winterdienst, da die geringe Grundstücksbreite das Befahren mit Schneepflügen kaum zulässt.

Über unerwarteten Zuwachs freuten sich die Ausschussmitglieder. Neben den beiden Felsenkellern im Bereich des erworbenen Daddy-Grundstückes ist die Gemeinde nun auch Eigentümerin des dritten Felsenkellers an der Hauptstraße. Bei der vom Besitzer des Nachbaranwesens beantragten Grundstücksvermessung stellte sich heraus, dass nicht nur ein Teil des ehemaligen Hausgartens samt Gartenzaun, sondern auch der darunter liegende Felsenkeller im Eigentum der Gemeinde steht. Der Ausschuss war beeindruckt von Größe und Tiefe des großteils trockenen Felsenkellers, der früher zum Lagern und Kühlen von Bier und Lebensmitteln genutzt wurde.

Der Eigentümer des Anwesens Oberwappenöst 1 beklagte sich beim Gremium, dass durch Straßenabwasser aus der öffentlichen Ortsstraße seine Hausgrundmauer durchnässt wird. Dort reiche die asphaltierte Fläche bis unmittelbar an die Hauswand heran. Die Bauausschuss-Mitglieder stellten vor Ort fest, dass der schadhafte Sinkkasten am Krauß-Haus das einfließende Wasser nicht fassen kann. Es fließt über Risse und Ritzen vor und im Sinkkasten teilweise in den Untergrund ab. Deshalb soll der Sinkkasten ausgebaut und rund 30 Zentimeter weiter in den Straßenbereich versetzt werden. Dahinter wird ein Abschlussbord gesetzt. Beim Umbau soll die Kanalleitung auf Dichtheit geprüft werden.

An der oberen Straßeneinmündung wird die durch den Ausbau der defekten Aco-Rinne vorhandene Asphaltmulde durch Abfräsen vor dem Sinkkasten verlängert, um das darin gesammelt ablaufende Straßenabwasser dem vorhandenen Sinkkasten zuzuleiten. Zudem soll durch Drehen des Sinkkastenoberteils die Wasseraufnahme verbessert und eine Gefahrenstelle für Radfahrer beseitigt werden.
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