Exoten machen Arbeit
Manuela Pappenberger gibt Tipps für einen pflegeleichten Garten

Manuela Pappenberger (stehend) zeigte Wege auf, wie sich die Gartenarbeit auf ein Minimum reduzieren lässt. Bild: ak
Vermischtes
Kulmain
11.12.2015
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Entspannung, Erholung und Freude an der Natur kontra Gartenarbeit: Diese Gegensätze können aber durch richtige Entscheidungen bei der Auswahl von Pflanzen, deren Standorte und die Anlage der Beete aufgelöst werden.

Manuela Pappenberger thematisierte in der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Möglichkeiten, die notwendige Gartenarbeit zu reduzieren und damit mehr Zeit zum Genießen des Hausgartens zu haben. Bereits bei dessen Anlage und der Wahl der Materialien ist laut der Fachberaterin für Garten- und Landschaftspflege auf Langlebigkeit, Standsicherheit, Fugenbild und Rutschgefahr zu achten. Beton und Naturstein seien Holz vorzuziehen, Ebene und geschlossene Pflasterflächen pflegearm und unfallsicherer. Auch die Barrierefreiheit sei ein wichtiges Thema, dafür seien Sitzgelegenheiten und Rampen vorsehen.

Unter Beachtung des Standortes und der Klimaansprüche sind gesundes Wachstum, wenig Schädlingsbefall und Verdrängen von Unkräutern garantiert. Exoten sind klimaempfindlich und pflegeintensiv. Ruhige und pflegeleichte Gartenbilder entstehen durch langsam wachsende Gehölze, die nur wenig geschnitten werden müssen. Balkonpflanzen erfordern sehr viel Pflege, die nur durch ein Bewässerungssystem geminderte werden kann. Den meisten Pflegeaufwand erfordert der Nutzgarten, etwa eine Stunde pro Quadratmeter. Tisch- und Hochbeete erleichtern vor allem Älteren die Gartenarbeit. Im Obstgarten bieten sich vermehrt kleine Wuchsformen an. Auch Spalier- und Säulenobst sind Alternativen. Bei Beerenobst sind Stämmchen die richtige Wahl.

Rasenflächen sollten zusammenhängend und mit dem Mäher leicht erreichbar sein sowie möglichst wenige Hindernisse aufweisen. Bei der Ansaat sind robuste Sorten dem Zier- oder englischem Rasen vorzuziehen. Eine Blumenwiese muss nur wenig gemäht werden.

"Einen absolut pflegefreien Garten gibt es nicht", machte Pappenberger jedoch klar. "Doch die Summe der gemachten Vorschläge lassen die dann noch zu erledigenden Pflegearbeiten zur Freude und Erholung des Gartenbesitzers werden."
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