Felix Brüderer legt seit acht Jahren auf
Eigene Fans mit im Gepäck

DJ Fe bei der Arbeit: Felix Brüderer arbeitet mit dem Mischpult Terminal Mix 8 von Reloop und der Software Serato. Bild: hfz
Vermischtes
Kulmain
13.03.2016
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Seit acht Jahren legt Felix Brüderer Musik auf. Dass DJ Fe weiß, was er tut, bewies er vorletztes Wochenende im Weyh-Saal. Beim DJ-Wettbewerb des Kulmainer WS-Clubs waren die Gäste so gut aufgelegt, als Brüderer auflegte, dass sie ihn zum Sieger machten. Klar habe er eigene Fans mit nach Kulmain gebracht, sagt der Dießfurter. Aber das haben die anderen DJs auch gemacht, "und ich habe schon mit etwas Vorsprung gewonnen", sagt er über die Entscheidung der Clubgänger.

Dabei hatte es der 24-Jährige nicht leicht, das Los ließ ihn als Letzten in die DJ-Kanzel. Brüderers 45 Minuten begannen erst um 2.45 Uhr. "Aber bis dahin ist keiner gegangen, die Hütte war immer noch brechend voll."

Etwas Besonderes habe er dann nicht gemacht. "Das Geheimnis ist, die Leute einzubeziehen, sich auf ihre Stimmung einzulassen." Dazu gehöre, beim Refrain die Musik auszumachen und die Tanzfläche singen zu lassen. Natürlich erfüllt DJ Fe auch Musikwünsche, wenn sie halbwegs ins Programm passen. "Ich sag dann immer dazu, dass das ein Wunsch ist, damit es nicht auf mich zurückfällt, wenn es nicht passt."

Angefangen hat Felix Brüderer mit 16 Jahren und einem kleinen Mischpult. Damals spielte er bei Geburtstagen oder anderen kleineren Veranstaltungen. Heute beschallt er schon mal Partys, zu denen bis zu 300 Gäste kommen. In den acht Jahren habe er seine Technik verbessert. "Am Anfang haben die Übergänge nicht so gepasst." Heute funktioniere das ganz smart im Takt, Beat in Beat, wie der DJ sagt.

Solch technische Feinheiten seien aber zweitrangig: "Wichtig ist, dass man zur richtigen Zeit das richtige Lied spielt." Der beste Übergang helfe nichts: "Wenn das Lied nicht passt, ist die Tanzfläche trotzdem schnell leer." In der Beziehung hat DJ Fe inzwischen Erfahrungen gesammelt: "Für mich ist zum Beispiel 'Everybody' von den Backstreet Boys eine Art Testlied." Wenn das ankomme, steht einer großen Party nichts im Weg.

Dass er für so eine Party Lieder auflegt, die es nie in seine privaten Boxen schaffen würden, sei nicht schlimm. "Wenn die Leute so richtig abfeiern, dann ist das was anders. Dann gefallen mir auch Lieder, die ich privat nie höre." Seinen eigenen Geschmack bringt er auf die drei Nenner Black, R'n'B, Dance. In seine persönlichen Top fünf schaffen es derzeit Macklemore & Ryan Lewis: Can't hold us; Honorebel ft. Pitbull & Jump Smokers: Now you see it; Usher ft. Lil Jon: Yeah; David Guetta: Bang my Head; Robin Schulz ft. Jasmine Thompson: Sun goes down.

Ein Gerücht kann Felix Brüderer bestätigen: Als DJ weggehen ist nicht ganz einfach: "Ich höre im Club natürlich anders Musik als andere Gäste." Irgendwie sei er immer beim DJ, mache sich Gedanken, welches Lied gut passen würde. Aber das bedeute nicht, dass er nicht abschalten kann. "Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, dann kann ich schon auch einfach feiern."
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