In Kulmain schnelles Internet mit halbem Jahr Verzögerung
Aus Februar und Juni wird August

Sowohl in der Kemnather (Bild) als auch Immenreuther Straße tun sich Gräben auf. Aber nur, um die Leerrohre für das schnelle Internet in Kulmain zu verlegen. Bild: ak
Vermischtes
Kulmain
04.06.2016
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Auf Hochtouren laufen die Arbeiten für das schnelle Internet in der Gemeinde. Der Fertigstellungstermin der Telekom musste zwar bereits zweimal verschoben werden, doch die Nutzer können bald zu Hause mit wesentlich größerer Geschwindigkeit surfen.

Nach der Mittelzusage durch den Freistaat und dem Abschluss des Vertrages zum Ausbau mit der Telekom AG im Frühjahr 2015 begannen die Tiefbauarbeiten für das insgesamt 26,6 Kilometer lange Leerrohrnetz. Im Herbst und Winter wurden vor dem witterungsbedingten Ende der Arbeiten noch Leerrohre in Witzlasreuth verbaut. Nach schlechtem Wetter im Februar und März setzte die Baufirma Klim aus Regensburg im April die Maßnahme fort. Zudem wurden 17 neue Multifunktionsgehäuse (MFG) samt Stromanschlüssen für die Systemtechnik hergestellt.

Noch Leerrohre verlegen


Mittlerweile liegen die Leerrohre auch zwischen Lenau und Frankenreuth sowie Oberwappenöst nach Wunschenberg. Aktuell werden die Verbindungen zwischen Zinst und Altensteinreuth sowie in Kulmain hergestellt. Dort war in den vergangenen zwei Wochen vor allem der Gehweg in der Hauptstraße die Baustelle. Derzeit ist der Bagger in der Kemnather sowie Immenreuther und bald in der Wunsiedler Straße am Buddeln. Es folgen noch Baustrecken im Bereich der Kolping-, Oberbrucker Straße sowie vom Ortseingang von Lenau bis zum Leerrohr an der neu gebauten Bahnunterführung.

Anschließend beginnt das Einblasen der Glasfaserkabel von den zentralen Verteilerpunkten zu den mit MFGs erweiterten Kabelverzweigern. Die zentrale Breitbandversorgung erfolgt über den Knotenpunkt Kemnath. Die Anbindung der Haushalte erfolgt von den MGFs aus über die vorhandenen Telefonkupferkabel.

Zu 90 Prozent gefördert


Nachdem die vereinbarte Inbetriebnahme zum 18. Februar und danach bis zum 30. Juni im Einvernehmen mit der Kommune verschoben wurde, ist die Fertigstellung Ende August vorgesehen. Durch das vom Freistaat aufgelegte Förderprogramm erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 793 930 Euro. Selbst muss sie 78 393 Euro aufbringen.

Die Telekom garantiert vertraglich eine in allen Erschließungsgebieten gleiche Mindestleistung von 30 000 Kilobit/Sekunde. Je kürzer die Entfernung zwischen Endabnehmer und MFG ist, desto höher ist die bis zu 50 000 Kilobit/Sekunde mögliche Bandbreite. Mit neuester Vektortechnik sind Übertragungsleistungen von bis zu 100 Megabit/Sekunde technisch möglich. Im Bereich der Hauptstraße in Kulmain verlegt die Gemeinde im Anschluss eine neue Wasserhauptleitung. Deshalb erfolgt die Wiederherstellung der Gehwegoberflächen erst anschließend. Dafür ist die eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt von der Kemnather bis zur Immenreuther Straße notwendig.
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