Innensanierung des Alten Schlosses
Jetzt Arbeiten unter stabilem Dach

Anker sichern die Außenfassade des Alten Schlosses gegen ein Abdriften. Bilder: ak (2)
Vermischtes
Kulmain
24.09.2016
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Per Hand hat der Bauhof auch das Gewölbe unterhalb des ehemaligen Standesamtszimmers freigelegt.

Seit Juni 2015 läuft die Komplettsanierung des als Sitz der Gemeindeverwaltung genutzten Alten Schlosses. Die Gemeinde ist auf bestem Wege, dem Ortskern zusammen mit der Neugestaltung des Daddy-Grundstückes ein ansehnliches neues Gesicht zu geben,

Nach über vier Jahren Vorbereitung mit Finanzierungsgesprächen und Voruntersuchungen startete im Juni 2015 die Gesamtsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Zwar diente eine Machbarkeitsstudie unter Beiziehung des Denkmalschutzes und der Regierung der Oberpfalz als Grundlage für ein Sanierungskonzept, barg das Gebäude noch manche Überraschungen. Die Gemeindeverwaltung logiert bereits seit Oktober 2011 in ihrem Ausweichquartier im Obergeschoss der Grundschule.

Im März 2015 lag der Förderbescheid der Regierung vor: Von den 1 665 449 Euro Gesamtkosten sind eine Million Euro förderfähig; der Fördersatz dazu beträgt voraussichtlich 80 Prozent. Des Weiteren wird die Sanierung aus Mitteln der Landesstiftung, des Bezirks und des Landkreises bezuschusst, so dass der Eigenanteil der Kommune bei 700 000 Euro liegen wird.

In den vergangenen 15 Monaten wurde vor allem das Gebäude vom Schutt der zurückliegenden zwei Jahrhunderte befreit und die Bausubstanz gesichert. Während sich 2015 die Zimmerleute an die Stabilisierung, Aussteifung und Ausrichtung des Dachstuhles machten, mussten das Gebäudeinnere und die Böden freigelegt werden. Die Aufschüttungen über den Gewölben hat der Bauhof in mühseliger Handarbeit mit Eimer und Schubkarre freigeschaufelt. Dabei kamen die alte Schlossmauer, Schornsteine, Belüftungsabzüge und die aus Feld- und Bruchsteinen gemauerten Gewölbe zum Vorschein.

Sobald diese stabilisiert waren, wurden die Außenmauern des Gebäudes durch eine Bodenzugplatte mit an der Außenfassade angebrachte Anker gegen Abdriften gesichert. Zuvor waren die Hohlräume mit Blähton aufgefüllt worden. Das Dach wurde eingeschalt und mit neuen Biberschwänzen eingedeckt. In einem Bauabschnitt zwei Jahre zuvor war die Ostmauer mittels Tiefendrainage teils trocken gelegt worden. Weitere Entfeuchtungsmaßnahmen in nördlichen Gebäudebereich entlang des Pfarrhofes folgten im Inneren.

Die Betondecke im ersten Obergeschoss ist bereits eingezogen, die Balkenlagen der zweiten Obergeschossdecke sind ausgerichtet. Die Elektro- und EDV-Installationsleitungen ist großteils verlegt. Derzeit werden die Putzrisse an der Außenfassade geöffnet, verbunden und gefüllt. Im Dachbereich musste der im Winter 2015 aufgebrachte Trockenfirst auf Forderung des Denkmalschutzes entfernt und durch einen gemauerten First ersetzt werden.

In den kommenden Wochen beginnen die Installation der Wasser- und Abwasserleitungen und der weitere Aufbau der Decke über dem Keller unterhalb des alten Standesamtszimmers und Weinlagers im Erdgeschoss. Das Gewerk Heizung, Lüftung und Sanitär hat der Gemeinderat an die Firma Rank in Weiden vergeben. Mit dem Abschluss der Fassadenarbeiten wird bis Herbstende gerechnet.

Zielvorgabe für die Fertigstellung ist Mitte des nächsten Jahres. Dazu müssen neben dem weiteren Innenausbau noch die Außenanlagen und der Zugangsbereich im Erdgeschoss barrierefrei angelegt werden.
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