Josef Pinzer zeigt Schnitttechniken an Obstbäumen
Hut zur Kontrolle

Welcher Ast wo und wann abzuschneiden ist, das erklärte Baumwart Josef Pinzer im Garten der Familie Ackermann in Lenau. Bild: ak
Vermischtes
Kulmain
06.04.2016
21
0

Um den richtigen Schnitt an den Obstgehölzen ging es beim Kurs, zu dem der Obst- und Gartenbauverein eingeladen hatte. Vorsitzender Alfons Pöllath hieß rund ein Dutzend Teilnehmer im Obstgarten der Familie Ackermann in Lenau willkommen.

Baumwart Josef Pinzer erläuterte Grundbegriffe und Techniken zur Pflege und zum Erhaltung der Gehölze. Beim Erziehungsschnitt wird zu dicht und nach innen stehendes Holz entfernt. Zur Erhaltung erfolgt jährlich ein Überwachungsschnitt. Hier werden auch Äste entfernt, die das Gesamtbild stören. Auf den Rückschnitt folgt je nach Eingriff ein starker oder schwacher Neuaustrieb. Wasserschosser sind im Frühjahr zu entfernen.

Wichtig ist laut Pinzer, den Obstbaumbestand vor dem Austrieb auszuschneiden, damit der Obstgarten ertragsreich und vor Krankheiten geschützt ist. Ziel sei, den Baum beim Kronenaufbau zu unterstützen und für ein Gleichgewicht zwischen Neutrieb und Ertrag zu sorgen. Die Stellung der Äste und Triebe sollte ein harmonisches Bild abgeben. Die verstärkt in der Ertragsperiode ausgebildeten Seitentriebe sollten weit nach außen zeigen; dadurch gelangen Licht und Luft in die Krone. Die Weisheit: "Einen Hut muss man durch die Krone werfen können", gelte nach wie vor. Ein zu intensiver Schnitt fördere allerdings Besenreisig.

Baumschere, verstellbare Handsäge, Hochentaster, Leiter und Wundverschlussmittel sind die Grundausstattung beim Schneiden. Der Baumwart riet, rund um den Stamm eine Baumscheibe zur besseren Bodenlüftung und Düngeraufnahme anzulegen und auf eine gute Veredelungsunterlage zu achten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.