Kaplan Thomas Kopp referiert über Heiliges Jahr
Erbarmen erkennen

Pfarrer Markus Bruckner und Ortsobmann Josef Söllner verfolgten aufmerksam den Vortrag von Kaplan Thomas Kopp (von rechts). Bild: hfz
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Kulmain
11.03.2016
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Das von Papst Franziskus ausgerufene "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" stand im Mittelpunkt des Konvents der Marianischen Männercongregation. Kaplan Thomas Peter Kopp aus Wunsiedel referierte im Pfarrheim über dessen Bedeutung für jeden Gläubigen.

Nach dem Kreuzweg in der Pfarrkirche erklärte der Geistliche zunächst die Begriffe "Heiliges Jahr" und "Barmherzigkeit" in ihrem biblischen Kontext. Das alttestamentliche Buch Levitikus erläutere die Bedeutung des Jubeljahres für das Volk Israel. Es sei alle 50 Jahre als eine Zeit der Versöhnung gefeiert worden, um ein gutes Verhältnis zu Gott, zum Nächsten und zur Schöpfung wiederfinden.

Bei Barmherzigkeit helfe das lateinische Wort "misericordia", um zum Kern des Inhaltes vorzudringen. Zerlegt bedeute es: "Er gibt dem Elendsten sein Herz." Das Herz sei die innerste Mitte einer Person. Gott gebe dem Menschen alles. In ähnlicher Weise führte der Kaplan die Bedeutung des hebräischen Wortes "rahamim" aus, das die Mehrzahl von Mutterschoß meine und die Geborgenheit in Gott und seine Fürsorge für sein Volk ausdrücke.

Papst Franziskus wünsche jedem, die Schönheit der Umkehr sowie das göttliche Erbarmen besonders im Sakrament der Versöhnung zu erkennen und als neue Lebensfreude spendend zu begreifen. Dies setze das Eingeständnis der eigenen Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit voraus. Der menschgewordene Sohn Gottes offenbare sich in den Evangelien als der wahre Arzt, der die Seele heilen könne. Diese Zuwendung Gottes spüre man in höchster Weise im Empfang der Sakramente. Aber auch persönliches Gebet, Lesen und Betrachten in der Heiligen Schrift gehörten dazu. Die empfangene göttliche Gabe sei aber auch Auftrag, diese an seinen Nächsten weiterzugeben.

Ortsobmann Josef Söllner dankte dem Referenten mit einem Geschenkkorb und überreichte an Präses Markus Bruckner eine Spende.
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