Laufen für den Frieden

Solch illustre Gäste kann Bürgermeister Günter Kopp nicht alle Tage in seiner Gemeinde begrüßen. Bild: ak
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Kulmain
27.06.2016
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"Peace-Run-Laufen" und "Werben für den Frieden auf dieser Welt". Diese Ziele verfolgen viele Tausende von Läufern rund um den Globus. Das Weiterreichen der Fackel über Grenzen, Nationalitäten, Kulturen, Religionen und Weltanschauungen hinweg soll die Freundschaft fördern.

Am Freitagnachmittag erreichte bei tropischer Hitze eine zehnköpfige Läufergruppe der "Sri Chinmoy Oneness-Home Peace-Run-Bewegung" Kulmain. Sie hatte am Morgen die brennende Friedensfackel am Grenzübergang bei Eger übernommen und durch den Landkreis getragen. "Heute haben wir Gemeinden und Sportvereine besucht; in der nächsten Woche sind wir in vielen Schulen zu Gast. Dazu kommt für uns noch jeden Tag ein Laufpensum zwischen 100 und 130 Kilometern. Wir sind im Februar in Portugal gestartet und freuen uns heute bei Ihnen zu Gast zu sein", erklärte ihr Sprecher, der Österreicher Dipavajan Renner.

24 000 Kilometer


Der europäische Laufweg ist 24 000 Kilometer lang und führt durch alle Länder des Kontinents. Weitere Laufgruppen sind in allen Kontinenten unterwegs und besuchen insgesamt 100 Länder. Der Peace-Run wurde 1987 vom indischen Friedensvisionär Sri Chinmoy mit den Vereinten Nationen ist Leben gerufen. Die Fackel trugen Läufer bereits durch 150 Länder. Die Idee ist mit diesem Lauf die Menschen aller Länder in einer friedvollen Völkerfamilie zu verbinden. "Jeder hat etwas Gutes in sich und sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn wir Frieden in der Welt haben wollen brauchen wir diesen zuerst im eigenen Leben", erklärte Renner. Diese Geisteshaltung müssen die Menschen aufnehmen, kultivieren und umsetzen.

Die Fackel repräsentiert die Verantwortung des Menschen mit gutem Vorbild voranzugehen. Die Fackel hielten schon Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Mutter Theresa, Carl Louis der Papst und viele Kinder in ihren Händen. "Alle legen ihre persönlichen Friedenswünsche in diese Fackel. Es ist uns eine Ehre, diese vielen Friedenwünsche in Ihre Gemeinde zu bringen und Sie Ihnen zu überreichen", versicherte Renner.

Finale am 8. Oktober


Nach der Fackelübergabe an Bürgermeister Günter Kopp hieß dieser das "Peace-Run"-Läuferteam als Friedensbotschafter in der Gemeinde willkommen. "Wir alle wissen was Frieden wert ist und müssen ihn mit allen Mitteln verteidigen", erklärte er. Frieden sei keine Selbstverständlichkeit und der Lohn gelebter Demokratie. Seit 71 Jahren lebe Europa in Frieden; jeder müsse seinen Teil dazu beitragen. "Die einfache Botschaft unseres Laufs lautet: Mach' den ersten Schritt", erklärte Renner. Zum Lauf werden rund 300 000 Teilnehmer in Europa erwartet. Er endet am 8. Oktober mit einer Schlussveranstaltung in Rom. Die letzte Tagesetappe mit 25 Kilometern führte die Gruppe noch nach Bayreuth.

Bevor sich die Gruppe auf die letzte Wegstrecke machte, stärkten sich die Läufer aus Polen, Serbien, Guatemala, Italien, England, Russland, Neuseeland, Slowakei und Cook-Islands an einer Kaffee-, Kuchen- und Getränketafel.
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