Maria Prechtl feiert 95. Geburtstag
Schlangenbiss und Blitz überlebt

Ihrer "Mutter" Maria Prechtl (sitzend, Fünfte von links) gratulierten nicht weniger als drei Generationen ihrer Familie. Auch Bürgermeister Günter Kopp (Dritter von links) überbrachte der zweitältesten Bürgerin Glückwünsche. Bild: hfz
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Kulmain
09.05.2016
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Die Landwirtschaft prägte das Leben von Maria Prechtl. Noch immer erledigt die zweitälteste Kulmainer Bürgerin, die jetzt 95. Geburtstag feierte, bei schönem Wetter Holzarbeiten. Dabei wäre ihr die Arbeit im Freien einmal fast zum Verhängnis geworden.

Der Vorfall ist der rüstigen Jubilarin im Gedächtnis geblieben. Nachdem sie ihre Feldarbeit beendet und sich von der Stelle entfernt hatte, schlug dort ein Kugelblitz ein. Der verbrannte in einem Umkreis von 15 Metern völlig die Erde, auf der sie sich vorher abgemüht hatte. Auch kann sich Prechtl, geborene Kausler, an einen Kreuzotterbiss erinnern, der ihr schwer zu schaffen machte.

Die gebürtige Mockersdorferin wuchs in einer Großfamilie mit sechs Geschwistern auf. Nach der Schulzeit arbeitete sie in der elterlichen Landwirtschaft. Im Oktober 1946 heiratete sie ihren Ehemann Josef und zog nach Ölbrunn um. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und neun Söhne sowie 27 Enkel und 22 Urenkel hervor.

Mit Leidenschaft erledigte sie mit ihrem Mann und teilweise den Kindern die Arbeiten in der Landwirtschaft. 20 Hektar Äcker und Wiesen sowie 18 Hektar Wald galt es zu bewirtschaften. Aus anfänglich 18 wurden im Laufe der Zeit 100 Tiere, die es zu versorgen galt. Ihren vor acht Jahren verstorbenen Mann pflegte sie fürsorglich und aufopferungsvoll.

Alle Familienmitglieder nennen die Jubilarin liebevoll "Mutter". Sie freut sich über die regelmäßigen Besuche. "Bete und arbeite, dann kannst du vieles erreichen und innere Stärke finden", lautet Prechtls Motto. Als überzeugte Katholikin erzog sie ihre Kinder im christlichen Glauben und war ihnen eine gute Zuhörerin und Ratgeberin. Regelmäßig besuchte sie an Sonn- und Feiertagen mit ihrer Familie die Gottesdienste in Brand und Kulmain. In der Kommunalpolitik unterstützte sie ihren Mann Josef als Gemeinderat und zweiten Bürgermeister in der Altgemeinde Lenau. Auf dem Laufenden hält sie sich über das Radio.

Viele Verwandte, Freunde, Nachbarn und Bekannte waren gekommen, um ihr in der Gaststätte ihrer Tochter Anita zu gratulieren. Für die Gemeinde übermittelte Bürgermeister Günter Kopp Glückwünsche. Er wünschte der Jubilarin Gesundheit und viele Jahre im Kreise ihrer Familie.
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