Sozialtage der KAB über Altersvorsorge
Nicht bis Rentenantrag warten

Mit Diözesansekretär Markus Nickl (Vierter von links) eröffnete der KAB-Ortsverband die Sozialtage, die noch bis Freitag eine Ausstellung zum Thema Rente begleitet. Bild: ak
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Kulmain
13.10.2016
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Die Rente ist sicher - aber in welcher Höhe? Viele Arbeitnehmer wissen gar nicht, wie ihre Altersversorgung einmal ausschaut und mit wie viel sie monatlich rechnen können. Deshalb braucht es Information, fachkundige Beratung und vielfach ein Gegensteuern.

Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, anschließendem offiziellen Teil im Martinssaal und Rundgang in der Ausstellung eröffnete der KAB-Ortsverband die Sozialtage. Ortsvorsitzender Josef Hofmann erklärte, dass sich die zweiten diözesanweiten Sozialtage in der Region mit der Rentenperspektive der aktuell arbeitenden Generation befassen. Viele Berufstätige kümmerten sich nicht oder viel zu wenig um ihre Altersabsicherung.

Konsequenzen bewusst sein


Der Diözesansekretär Markus Nickl gab in einem Kurzreferat das Motto "Alter! Jetzt geht's um die Rente" aus. Die Altersvorsorge sei so zu gestalten, dass Menschen ein finanziell sorgenfreies Leben im Alter führen können. "Dazu wollen wir mit den Menschen ins Gespräch kommen", erklärte Nickl. Zum zwölften Mal ziehe die Ausstellung durch das Diözesangebiet. Besonders die Problemfragen Rentendurchschnitt und steigende Altersarmut werden behandelt. "Frauen in der Oberpfalz erhalten beim Renteneintritt 2012 im Durchschnitt 449, Männer 943 Euro", berichtete Nickl. Wenigen Menschen seien sich der daraus erwachsenden Konsequenzen bewusst. Beim Ausfüllen des Rentenantrages ist es zu spät. Aktuell erhalten Rentner rund 48 Prozent des letzten Einkommens.

Deshalb muss sich bei der Rentenpolitik und bei der persönlichen Einstellung und Vorsorge etwas ändern. Die KAB hat dazu ein eigenes Rentenmodell entwickelt. Es besteht aus einer Sockelrente als solidarische Bürgerversicherung für alle. Dazu kommen eine sich aus Beiträgen finanzierende Arbeitnehmerpflichtversicherung sowie die private und betriebliche Vorsorge, wobei letztere laut Nickl zur Regel werden muss.

Auch Bürgermeister Günter Kopp betonte die Notwendigkeit, Bürger über ihre zukünftige Rente aufzuklären und zu beraten. Er plädierte für die private Altersvorsorge, wobei die Riesterrente eine gute Alternative zu sonstigen Rücklagen bilde.

Heute Experte vor Ort


Mit einem Rundgang durch die mit Roll-Ups gestaltete Ausstellung und Erläuterungen des Diözesansekretärs im Foyer des Haus des Gastes endete die offizielle Eröffnung der Sozialtage. Die Ausstellung ist bis Freitag, 14. Oktober, täglich von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Heute, Donnerstag, berät zudem ein Rentenfachmann von 14 bis 17 Uhr.
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