Strecke von Oberwappenöst bis zur Bahnbrücke ausgebaut
So weit wie möglich asphaltiert

Bis hierher und (vorerst) nicht weiter. Nachdem die Gespräche mit der Deutschen Bahn noch laufen, hat die Gemeinde bislang den Asphalt nur auf dem Teilstück zwischen Oberwappenöst und Bahnbrücke erneuern lassen. Bild: ak
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Kulmain
17.05.2017
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Ein Teil der Gemeindeverbindungsstraße von Oberwappenöst bis zur Bahnbrücke ist fertig. Dagegen ist der Rest auf dem Grund der Deutschen Bahn noch mit Schäden übersäht. Die Gemeinde würde gern auf deren Kosten asphaltieren, doch die Zuständigkeiten sind nicht leicht zu klären.

Oberwappenöst. (ak) Großteils von Verkehrsteilnehmern unbemerkt, sind die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der Strecke zwischen dem Ortsausgang Oberwappenöst und der kurz vor der die Bahnstrecke Kirchenlaibach-Marktredwitz überspannenden Brücke beendet worden. Aufgrund der Straßenbreite und der relativ geringen Verkehrsbedeutung war dieser Abschnitt für den gesamten Verkehr gesperrt.

Die Schadensaufnahme durch das mit der Planung und Bauleitung beauftragte Ingenieurbüro für Tiefbautechnik aus Marktredwitz hatte 2015 für die gesamte Baustrecke bis zur Einmündung in die Gemeindeverbindungsstraße Zinst-Unterwappenöst dringenden Sanierungsbedarf ergeben. Die rund sechs Zentimeter starke Asphaltschicht der in den 1980er Jahren ausgebauten Straße wies im gesamten Bereich Frostaufbrüche, Fahrspuren, Netzrisse und starke Verdrückungen auf. Die mit maximal 20 Zentimeter Frostschutzschicht im Straßenkörpers war der stark gewachsenen Tonnage des vor allem landwirtschaftlich geprägten Verkehrs nicht mehr gewachsen.

Nach der Mittelzusage aus dem Topf Finanzausgleich der Regierung der Oberpfalz wurde die Deutsche Bahn AG, Abteilung Immobilien, als Eigentümer der östlich der Bahnstrecke gelegenen Wegefläche um Zustimmung gebeten. Diese machte das Unternehmen davon abhängig, dass das dort verlaufende Bahnkabel auf Kosten der Gemeinde erneuert wird. Auch sollten keine Kostenanteile übernommen werden.

Aufgrund der zu erwartenden massiven Kostensteigerung entschied die Kommune, nur die jetzt gebaute Teilstrecke auszubauen. Somit verringerten sich die voraussichtlichen Baukosten von knapp 600 000 Euro für 940 Meter auf rund 250 000 Euro bei 300 Meter Ausbaustrecke. Dafür erhielt die Firma Schreyer aus Ebnath den Auftrag.

Fördervoraussetzung war, die Straße um einen halben auf 3,5 Meter und einem einen Meter breiten Bankett beidseits sowie einen 1,5 Meter breiten Straßengraben auszubauen. Zusammen mit der Maßnahme ging die Erneuerung der Wasserleitung und des Telefonkabels zum Bahnhäuschen einher. Zudem erneuerte man die Straßenentwässerung bis zur Bahnbrücke. Die Bogenbrücke erhielt eine neue Fahrbahndecke. Straßenleitplanken mussten vor zwei großen Bäumen errichtet werden.

Die Gemeinde bekommt für den Bau der Strecke einen Zuschuss von rund 170 000 Euro. Aufgrund des Alters der Bogenbrücke musste die Traglast auf sechs Tonnen beschränkt werden. Die Gemeinde steht derzeit noch im Gespräch mit der Deutschen Bahn, um zumindest auf der Reststrecke eine neue Asphaltdecke aufziehen zu können. Wann diese saniert werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.
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