Wirtshaussingen in Erdenweis
Musik und Humor besser als Pillen

Zünftig war's beim Wirtshaussingen in Erdenweis. Dafür sorgten die Musikanten mit ihren Instrumenten und Stimmen. Bild: jzk
Vermischtes
Kulmain
20.07.2016
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Sieben Harmonikaspieler, ein Gitarrist, ein Geiger, ein Teufelsgeiger und zwei Perkussionisten mit der Ratschn ergeben... ein Wirtshausorchester. Aber auch als Solisten brachten sie Stimmung in das voll besetzte Gasthaus Fröhler.

Erdenweis. Beim "Schlammersdorfer Lied" und "Die Sterne am Himmel" begleitete Herbert Storek die Sänger auf seiner Steirischen Harmonika. Herbert Diesner spielte bei seinen Mundartliedern "Heit schlagt da Fink im Woid" und "Oma, hupf mal" selbst die Gitarrenstimme dazu. Kein Wirtshaussingen ohne Josef Kämpf: Diesmal unterhielt der Eschenbacher mit den Couplets "Die Jungen kommen und wir müssen gehen", "Ein Haring und eine Makrele", "Überhupf", "Ein Tag, wie ich ihn mag" "I schwing hin und her" sowie "Adams Jodler". Dazu begleitete er sich selbst auf der Gitarre. Bei einem humorvollen Gedicht hatte er die Lacher auf seiner Seite.

"Waldeslust" und andere Schunkellieder gab Werner Matt auf seinem Akkordeon zum Besten. Auch Josef Sturm griff zu seiner Steirischen Harmonika. Polkas und "Boarische" stimmte Siegfried Zaus auf seiner Geige an. Herbert Diesner fand auf seiner Gitarre schnell die richtigen Begleitakkorde dazu. Spontan bildeten die beiden Volksmusikanten mit Rudolf und Monika Fink ein Quartett.

"Tausend Jahre Glück, Frohsinn und Zufriedenheit" wünschten Monika Fink und Sieglinde Wick dem "Ratschn-Toni" (Dieter Paulus) nachträglich zu seinem runden Geburtstag. Auf besonderen Wunsch sangen die Kemnather Sängerinnen noch "Tief im Böhmerwald steht a kloans Haiserl" und "Im Winter is kold". Ein Heimspiel hatte Humoristin Anni Lautenbacher aus Wunschenberg. "Hauptsach g'sund" wünschte sie allen Geburtstagskindern. "Tablettn für's ewige Leben wird's a bald gebn" vermutete sie, als sie sich gegen den weit verbreiteten Pillenwahn aussprach. Auf die längst vergangene Jugendzeit blickte Mundartdichter Johann Spörrer aus Pullenreuth in "Fröihas" zurück.

"A schöns Stück Land auf dieser Welt, das ist die Oberpfalz", "A Bauer aus der Oberpfalz, der hot a schöine Frau" und "Mama, geh bittschön oba" waren Wunschlieder aus den Liedermappen, die Monika Fink zwischendurch anstimmte. Auch bei "Das alte Kanapee", "Der Mond hält seine Wacht" und "Schön ist die Jugend" sangen alle begeistert mit. Rudolf Fink, Roland Küffner, Werner Matt, Herbert und Bernhard Bienert, Siegfried Zaus und Herbert Diesner übernahmen die Instrumentalbegleitung. Bruno Primann aus Eschenbach hatte seine Teufelsgeige mitgebracht. Wer Lust hatte, konnte mit der selbst gebauten Ratschn von Josef Sturm den Rhythmus verstärken.

Mit Lied "Goude Nacht" setzten die Kemnather Sängerinnen und Akkordeonbegleiter Roland Küffner den offiziellen Schlusspunkt. Im August entfällt das Wirtshaussingen.
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