Zinster Jagdgenossen sprechen über Verwendung des Pachtschillings
Nach Mulchgerät nun Holzspalter

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Kulmain
12.03.2016
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Im Vorjahr hatten sich die Jagdgenossen gegen den Abschluss einer Wildschadensversicherung ausgesprochen. Und damit lagen sie richtig.

Zinst. Vorsteher Rudi Walter erinnerte in der Jahreshauptversammlung an die damaligen Überlegungen. Die Versicherung sei in Kötzersdorf vorgestellt worden. Wenn sich 50 Prozent aller bayerischen Jagdreviere daran beteiligten, würde die Prämie für ein Jahr 600 Euro kosten. Gleichzeitig wäre damit eine Schadenshöhe von bis zu 10 000 Euro abgedeckt. Die Ermittlung der Schadensfälle und -höhe bedürfte allerdings amtlicher Schätzer. Da im Zinster Revier dafür aber kein Bedarf gegeben war, hatte der Vorstand von einem Abschluss Abstand genommen.

Jagdpächter Josef Märkl bestätigte nun, dass es auch weiterhin keine nennenswerten Wildschäden gegeben hat. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Genossen und deren Bereitschaft, im Vorfeld von Mäharbeiten Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Er schoss zwölf Rehe, drei Wildschweine (und ein Unfallwild), vier Füchse, sechs Stockenten, einen Hase, zwölf Krähen und vier Fischreiher.

Wie Walter nach dem Protokoll von Schriftführer Stefan Koschta berichtete, kam das angeschaffte Mulchgerät nur sporadisch zum Einsatz. Die alte Viehwaage sei ausgebaut worden, Karl Schraml habe die Unkrautspritze zum TÜV gebracht. Der Vorsteher bat, sich in die Spritzliste mit Angabe der benutzen Hektars einzutragen, damit die Abrechnung mit einem Euro pro Hektar erfolgen kann.

Den Schlossern Max Weber und Georg Wolf dankte er für die Instandhaltung der Maschinen und Gerätschaften, den Mitgliedern für die konstruktive Mitarbeit. Kassier Max Weber berichtete von soliden Finanzen. Die Kassenprüfer Karl Schraml und Martin Müller bescheinigten ihm einwandfreie Arbeit.

Bürgermeister Günter Kopp lobte die gute Kooperation zwischen den Jagdpächtern und Jagdgenossen. Wichtig sei, dass jeder seine Aufgaben erfüllt, damit das Ergebnis stimmt. Die Jagdpächter sorgten dafür, dass sich das Revier in einem guten Zustand befindet. Zudem sei die Landschaftspflege mit Erhaltung der Fluren und Wege wichtig, damit sich die Natur einladend präsentiert. Aber auch die Denkmäler, Feldkreuze und Marterln bedürften der kontinuierlichen Hege und Pflege.

Bei der Verwendung des Jagdpachtschillings fassten die Mitglieder die Anschaffung eines Holzspalters ins Auge. Dafür sind allerdings noch Vorarbeiten nötig. Theo Lehner schlug vor, einen Feld- und Flurweg von Unterwappenöst in Richtung Kreisstraße mit Fräsgut zu befestigen. Rudi Walter möchte das genutzten Holzgebäudes herrichten lassen. Dort müssten eine Trennwand beseitigt, das neue Tor eingebaut, Bretter befestigt und herausstehende Nägel beseitigt werden.
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