Niederlage und Rot für Heisig

In der Nachspielzeit kassierte der Etzenrichter Torwart Michael Heisig die Rote Karte, als er Radek Dyk im Strafraum ausbremste. Bild: war
Lokales
Lam
12.04.2015
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Der Bayerwald ist kein gutes Pflaster für den SV Etzenricht. Wie in der Vorsaison kassierten die Oberpfälzer gegen die SpVgg Lam eine Niederlage und Torwart Michael Heisig zudem die Rote Karte.

(war) Die Verantwortlichen der SpVgg Lam werteten diesen 2:0-Heimsieg gegen den punkgleich angereisten SV Etzenricht als einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. "Von der Darbietung unserer Elf bin ich sehr enttäuscht. Die Spieler haben die Mentalität und den Willen zum Erfolg vermissen lassen", bemängelte SVE-Abteilungsleiter Manfred Herrmann die von der ganzen Mannschaft gezeigte leidenschaftslose Gesamtleitung. Vor allem auch, weil die "Osserbuam" nach dem schlechten Start in das Restprogramm verunsichert wirkten, keineswegs einen besseren Fußball spielten.

"Sicherheit zuerst" - hatten die Trainer ganz offensichtlich von Beginn an als Devise ausgegeben. Beide Mannschaften standen tief und lauerten auf Fehler des Gegners. In der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Teams. Michael Heisig im SV-Tor war ausschließlich bei einigen Flankenbällen gefordert.

Den Unterschied nach dem Seitenwechsel machten die Lamer Legionäre aus Tschechien aus. Zumindest was die Torgefährlichkeit anging. Der bei der SpVgg eingewechselte Michael Gmach verlängerte einen Eckball mit dem Scheitel. So eine Chance ließ sich Ex-Profi Pavel Dobry natürlich nicht entgehen und hämmerte die Vorlage aus kurzer Distanz in die Maschen. "Vergeblich haben wir dieses Mal auf das von einem Rückstand zuletzt immer ausgehende Aufbäumen gewartet", kommentiert Herrmann diese Phase.

Lediglich eine Einzelaktion über Martin Pasieka (65.) eröffnete die Chance auf den Ausgleich. Pasiekas Schuss pfiff über die Latte und kurze Zeit später hatte Radek Dyk (67.) die Möglichkeit, das 2:0 zu markieren. Er scheiterte aber am aufmerksamen Heisig. Die über die gesamte Spielzeit - meist sahen die Fans beider Lager ein Mittelfeldgeplänkel - fehlende Brisanz, stellte sich in der Nachspielzeit ein.

Etzenrichts Kapitän Stephan Herrmann kam frei zum Schuss und Max Weber im Tor der SpVgg Lam bewahrte seine Mannschaft mit einem tollen Reflex vor dem Ausgleich. In der letzten Szene hielt Heisig den alleine auf ihn zulaufenden Dyk fest. Eine klare Sache: Für den SV-Torwart gab es die Rote Karte. Karl-Heinz Hofmann vollstreckte den Elfer gegen Andreas Mark, der in das Torwarttrikot geschlüpft war.
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