Tag der offenen Tür in Schlögelsmühle und Hallerbrunnen stößt auf großes Interesse
Von der Quelle zum Wasserwerk

Lokales
Lauterhofen
20.06.2015
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In den kommenden Jahren soll das künftige, 1436 Hektar große Wasserschutzgebiet für den Hallerbrunnen ausgewiesen werden. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich in die Landkreise Neumarkt und Amberg-Sulzbach. Das erfuhren die Besucher beim Tag der offenen Tür des Wasserwerkes in der Schlögelsmühle und beim Hallerbrunnen vom Vorsitzenden des Wasserzweckverbandes der Pettenhofener Gruppe, Xaver Lang.

Die künftige technische Ausstattung des Werks erläuterte Wassermeister Elmar Halk. Nach der Ausweisung des Schutzgebietes 2016/17 sind der Neubau eines Filtergebäudes am jetzigen Parkplatz und der Einbau zusätzlicher Aktivkohlefilter vorgesehen. Dabei wird noch die Elektrotechnik erneuert. Dafür fallen Kosten von rund 1,3 Millionen Euro an, die der Verband selber schultert. Eine Erhöhung der Wassergebühren ist aber vorgesehen. Der bisherige Notverbund der gemeindlichen Wasserversorgungen Kastl und Pilsach wird um Alfeld erweitert. Dann kann es einen Austausch von Kastl bis Happurg geben.

Das künftige Schutzgebiet betrifft neben der Marktgemeinde Lauterhofen auch Birgland und Alfeld. Die dafür nötigen Untersuchungen sind bereits abgeschlossen. Fünf Schutzzonen werden ausgewiesen, gemeinsam mit den betroffenen Landwirten. Die erste betrifft die Quelle, die zweite 33 Hektar darum herum. Für die Zonen, die die Bewirtschaftung der Flächen einschränken, erhalten die Bauern Ausgleichszahlungen.

Die Gelegenheit, das Wasserwerk und den Hallerbrunnen einmal von innen mit der umfangreichen technischen Einrichtung zu sehen, nahmen viele Besucher aus dem großen Einzugsgebietes des Zweckverbandes wahr. Sie konnten den Weg des Wassers von der Quelle bis zum Werk verfolgen.

Wie der Wassermeister betonte, werden durch 113 Kilometer Leitungen insgesamt 4200 Personen über 1400 Hausanschlüssen versorgt. Zwei Drittel des geförderten Trinkwassers von 350 000 Kubikmeter kommen aus dem Hallerbrunnen. Elmar Halk sprach von einem "jungen Wasser" das hier gefördert wird. Es wird durch Filter, ohne Chemikalien und Chlor, aufbereitet.
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