Schnelles Internet dauert

Bürgermeister Johann Burger zeigte den Gemeinderäten, wo die Gleichstromtrasse verlaufen könnte. Weiter brachte er mögliche Gebühren für die Durchleitung der Kabel auf Gemeindegebiet ins Gespräch. Von einem Beschluss sah der Gemeinderat noch ab. Bild: jr
Politik
Leonberg
11.11.2016
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Zwar erhalten alle Ortsteile schnelles Internet. Doch dauert es länger als geplant, bis die Bürger aus Leonberg und Umgebung endlich auf die Datenautobahn einbiegen dürfen.

Enttäuscht zeigten sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung, als Bürgermeister Johann Burger mitteilte, dass sich der Breitbandausbau verzögert. Burger berichtete von einem Schreiben der Telekom, wonach diese derzeit sehr viel zu tun habe. Die Tiefbauarbeiten begännen voraussichtlich erst im März kommenden Jahres, die Inbetriebnahme des Breitbandzugangs sei für August 2017 vorgesehen. Burger erinnerte daran, dass heuer im März der Vertrag mit der Telekom unterzeichnet wurde, also eigentlich ein Jahr später das schnelle Breitband starten sollte. Martin Teubner (CSU) forderte zu mehr Druck auf die Telekom auf, "dass etwas vorwärts geht". Bürgermeister Johann Burger berichtete von einem Schreiben an die Telekom, wo er dem Ärger der Gemeinde in markigen Worten Luft gemacht habe. Eine Antwort habe er noch nicht bekommen. Burger betonte vor dem Gremium, dass jeder Anschlussnehmer eine Leistung von mindestens 30 Mbit erhalte. Gleichzeitig solle jetzt das zweite Förderverfahren eröffnet werden, mit dem weiter entfernte Weiler angeschlossen werden. Maximilian Ernstberger (CSU) nannte es schwer vermittelbar, wenn es jetzt schon wieder eine Verzögerung beim Breitbandausbau gebe. Der Gemeinde Leonberg stehen für schnelles Breitband insgesamt 980 000 Euro Zuschüsse zur Verfügung.

Ein Thema war auch die Gleichstromtrasse. Bürgermeister Johann Burger zeigte den Gemeinderäten die verschiedenen Trassenvarianten. Burger forderte Tennet auf, auch die Möglichkeit des Spülverfahrens zu testen, "dann bräuchte nicht ausgebaggert zu werden". Gleichzeitig berichtete Burger, dass er die Möglichkeit prüfe, Gebühren für die Stromdurchleitung auf Gemeindegebiet zu verlangen. Einen Beschluss fasste das Gremium noch nicht. Im Bereich des Hochwasserschutzes habe die Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht. "Wir haben alles getan, um mögliche Schäden bei Überschwemmungen im Dorf zu verhindern." Auf dem Tisch lag die 22. Änderung des Regionalplans Oberpfalz Nord. Das Bedeutendste darin: Windkraft in und um Pfaffenreuth ist vom Tisch. Burger betonte, dass dank der 10-H-Regelung Windräder im Gemeindegebiet eigentlich nicht möglich seien. In die nichtöffentliche Sitzung verschoben wurde das Kommunale Investitionsprogramm (KIP). Hier wird die energetische Sanierung des Pfarr- und Jugendheims in Angriff genommen. Zu diesem Thema informierte Architekt Anton Glaßl.

Die Bürgerversammlung findet am Donnerstag, 24. November, um 20 Uhr im Pfarr- und Jugendheim statt. Dabei werden auch die Sieger des Blumenschmuck-Wettbewerbs geehrt. Bürgermeister Johann Burger will einen Vertreter der Telekom einladen, der die Verzögerungen beim Breitbandausbau erklären soll. Der dritte Leonberger Weihnachtsmarkt findet am vierten Adventssonntag, 18. Dezember, am Leonhardiparkplatz statt. Beginn ist um 13 Uhr.
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