Zweckverband Pfaffenreuther Gruppe investiert
Für einen Neubau

Der Wasserhochbehälter in Pfaffenreuth weist einige erhebliche Mängel auf und entspricht er nicht mehr dem Stand der aktuellen Technik. Deshalb wird er weggerissen, ein Neubau wird entstehen. Bild: kro
Politik
Leonberg
17.05.2016
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Der bestehende Wasserhochbehälter Pfaffenreuth, entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Außerdem weist das 1952 errichtete Bauwerk eine Vielzahl von Mängeln auf.

Jetzt hat der Zweckverband Wasserversorgung Pfaffenreuther Gruppe sich für einen Neubau entschieden. Diplom-Ingenieur Bernhard Kaltenecker vom Ingenieurbüro Zwick stellte jetzt dem Gremium seine umfangreiche Studie sehr ausführlich und detailliert vor. Der Hochbehälter liege auf dem höchsten Punkt im Versorgungsnetz und sei somit der wichtigste Behälter im System. Zudem diene das Bassin auch für die Löschwasserversorgung. Auch die Gesundheitsbehörde am Landratsamt habe den Behälter beanstandet. Die Steuerung der Aufbereitungsanlage sei neuerem Datums; diese Bauteile könnten weiterhin verwendet werden.

Eine Sanierung des Hochbehälters kommt laut Kaltenecker auf rund 190 000 Euro. Sollen die Wände und Sohle mit Edelstahl ausgelegt werden, würde dies 210 000 Euro kosten. Bei der Sanierungsvariante, so der Ingenieur müsse aber bedacht werden, dass der Stampfbetonbehälter immerhin 64 Jahre alt sei und die teilweise marode Bausubstanz im Gebäude verbleibe. Kaltenecker favorisierte deshalb einen Neubau für 220 000 Euro, plus Baunebenkosten und Mehrwertsteuer. Die Entscheidung war im Sinne von Bürgermeister und Verbandsvorsitzendem Johann Burger: . "Ich möchte beim Trinkwasser kein Risiko eingehen".

Notverbund für Störfälle


Waldsassens 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer warf die Frage auf, ob es möglich wäre, dass Waldsassen und Mitterteich Leonberg mit versorgen könnten. Es gebe einen Notverbund mit Waldsassen, ein solcher sei auch mit Mitterteich geplant. Wassermeister Wolfgang Haberkorn sag dazu, es wäre dann wohl ein neuer Hochbehälter nötig. Ansonsten könnte es Probleme bei der Wasserversorgung geben. Kaltenecker hakte ein: "Ein Notverbund greift nur in Störfällen und kann niemals Dauerlösung sein." Die Quelle gebe zu wenig her.
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