Brücke unter hoher Belastung

Die Gemeinde Leonberg muss entscheiden, wie es mit dieser Brücke über den Seibertsbach bei der Kriegermühle weitergeht. Nur bei einem Neubau könnte die maximale Traglast auf 60 Tonnen erhöht werden. Bild: jr
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Leonberg
10.06.2016
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Enorme Schäden weist eine Brücke über den Seibertsbach bei der Kriegermühle auf, was wohl auf die Dauerbelastung durch schwere Fahrzeuge zurückgeht. Weil eine Sanierung nur wenig sinnvoll erscheint, will die Gemeinde Leonberg einen Neubau prüfen lassen.

Nach einer Begutachtung der Brücke durch den Gemeinderat informierte Ingenieur Karsten Uhlig (K+U-Plan Wunsiedel) umfassend über den Sachstand. Bereits 2013 hatte dessen Büro das Bauwerk aus dem Jahr 1970 geprüft und erhebliche Mängel festgestellt. Seiner Meinung nach werde die Brücke durch schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge überbelastet.

Sanierung unwirtschaftlich


"Eine Sanierung ist höchst problematisch, weil dann eine Erhöhung der Traglast nicht möglich ist und die künftigen landwirtschaftlichen Maschinen sicher nicht kleiner werden." Auf Nachfrage von Bürgermeister Johann Burger seien bei einer Sanierung auch keine Fördermittel zu erwarten. "Jeder Euro, der in eine Sanierung investiert wird, ist verlorenes Geld und völlig unwirtschaftlich."

Die Kosten für einen Neubau bezifferte Karsten Uhlig auf rund 180 000 Euro. Allerdings hielt er einen Fördersatz vom 90 Prozent für gut möglich, weil Leonberg eine Gemeinde mit besonderem Förderbedarf sei. Damit würde der Eigenanteil maximal 20 000 Euro betragen. Durch einen Neubau könnte die maximale Belastung der Brücke auf 60 Tonnen erhöht werden. Mit einer Fertigstellung sei im Jahr 2018 zu rechnen. Alois Männer (CSU) war der Meinung, dass die Gemeinde "bei einer 90-prozentigen Förderung eigentlich gar keine andere Wahl" habe. Max Zintl (CSU) mahnte dagegen Zurückhaltung an. "Wir müssen erst mal das Pfarr- und Jugendheim abrechnen."

Ingenieur Karsten Uhlig riet dem Gemeinderat, eine Fördervoranfrage zu stellen, um Klarheit zu bekommen. Uhlig fügte hinzu, dass man beim Ausbleiben von Maßnahmen das Gesamtgewicht auf 16 Tonnen beschränken müsse. Bürgermeister Johann Burger setzte sich dafür ein, eine solche Fördervoranfrage zu stellen und erhielt dafür auch die Zustimmung des Gemeinderats.

Wie Johann Burger weiter informierte, belaufen sich die Kosten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Großensees auf 131 725 Euro. Die Regierung der Oberpfalz habe einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn bereits zugestimmt, mit der Baugenehmigung sei in diesen Tagen zu rechnen. Mit der Regierung habe man vereinbart, mit den Arbeiten noch heuer zu beginnen. Als Fördersumme wurden 57 750 Euro zugesagt, den Rest teilen sich die Gemeinde und die Feuerwehr.

Einig war sich der Gemeinderat, auch heuer wieder einen Antrag auf Stabilisierungshilfe zu stellen. Die Finanzverwaltung der VG Mitterteich hat eine Antragssumme in Höhe von 729 137 Euro errechnet. Unabhängig davon erhält die Gemeinde aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) eine Summe von 95 600 Euro für die energetische Sanierung des Pfarr- und Jugendheimes. Die Gemeinde und die Pfarrei als Träger des Hauses müssen somit hier nur jeweils 5200 Euro an Eigenmittel aufbringen. Bürgermeister Burger zeigte sich angesichts dieser Zusage geradezu begeistert.

26 neue Fenster


Die Umsetzung der Maßnahme, allen voran der Einbau von 26 neuen Fenstern, ist für das kommende Jahr geplant. "Ich bin froh, dass wir einen Antrag gestellt haben", sagte Johann Burger. "Jetzt wird mit der Feinplanung begonnen."
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