Ersatz für marode Brücke

Die Brücke bei der Kriegermühle soll durch einen Neubau ersetzt werden. Eine Sanierung sieht der Gemeinderat nicht als sinnvoll an. Archivbild: jr
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Leonberg
20.10.2016
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Die geplante Gleichstromtrasse, Straßenausbesserungsmaßnahmen und die marode Brücke bei der Kriegermühle waren jetzt die beherrschenden Themen im Leonberger Gemeinderat. Das Gremium sprach sich für einen Neubau der Brücke aus, wobei man die günstigste von drei möglichen Varianten wählen wolle.

Bürgermeister Johann Burger informierte, dass eine Sanierung des Bauwerks wesentlich teurer käme als ein Neubau. "Mit einem Neubau haben wir die kommenden 50 bis 60 Jahre unsere Ruhe", betonte Burger. Die Ausbaubreite soll 4,50 Meter betragen, das maximal zulässige Gewicht soll bei 45 Tonnen liegen. Als mögliche Kosten wurden rund 210 000 Euro genannt, wobei der Bürgermeister von Zuschüssen in Höhe von 80 bis 90 Prozent ausgeht.

Eine Gegenstimme


Geplant werden nun drei Varianten. "Wenn diese vorliegen, wird der Gemeinderat entscheiden", so Burger. Zeitgleich soll mit dem Brückenneubau übrigens die dortige Kurve entschärft werden. Mit dem Beginn der Brückenbauarbeiten sei frühestens gegen Ende 2017 zu rechnen. Auf Nachfrage von Maximilian Ernstberger (CSU) teilte Bürgermeister Burger mit, dass die Planungskosten nicht zuschussfähig seien. Die genaue Höhe der Planungskosten vermochte er nicht zu sagen. Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister letztlich, die Angebote einzuholen. Wer die günstigste Planung erstellt, soll den Zuschlag erhalten. Maximilian Ernstberger zeigte sich als einziger nicht mit diesem Vorgehen einverstanden.

Zum geplanten Bau der Gleichstromtrasse berichtete der Bürgermeister von einer Infoveranstaltung der Firma Tennet auf der Burg Falkenberg (wir berichteten). Burger machte deutlich, dass über Jahre hinweg mit mehreren Großbaustellen zu rechnen sei, welche die ganze Region beeinträchtigen würden. "Ist das für unsere Bürger zumutbar?", fragte Burger. Als möglicher Baubeginn sei das Jahr 2022 genannt worden. Durch die um etwa zwei Grad höhere Temperatur auf den von der Erdverkabelung betroffenen Flächen sei laut Burger eine Wertminderung zu befürchten. Thomas Lindner (Freie Wähler) meinte dazu: "Tennet geht den Weg des geringsten Widerstands. Wir sind hier dünn besiedelt." Alois Männer (CSU) mahnte, dass zwar alle FFH-Gebiete umgangen werden sollen, landwirtschaftliche Flächen aber offenbar nicht. Bürgermeister Johann Burger bat die Bürger, sich zu informieren und einzubringen. Dazu verwies er auf eine große Informationsveranstaltung am Freitag, 28. Oktober, in der Aula der Grundschule Mitterteich.

Neu asphaltiert werden soll ein 260 Quadratmeter großer Straßenabschnitt in Dobrigau. An Kosten nannte der Bürgermeister rund 3300 Euro, wobei sich der betreffende Anlieger mit 1500 Euro beteiligen wolle. Die Mittel im Gemeindehaushalt seien vorhanden, so Burger. Bis auf Alois Männer stimmten dieser Baumaßnahme alle Ratsmitglieder zu.

Dachstuhl-Untersuchung


Besichtigt wurde kürzlich der Dachstuhl des Pfarr- und Jugendheims in Leonberg. Das Tragwerk sei laut Alois Männer in Ordnung, Reparaturarbeiten seien aber im Bereich des Kamins nötig. Im Zuge dieser Maßnahmen soll der Dachstuhl statisch untersucht werden. Der Bürgermeister kündigte abschließend ein Gespräch mit der Denkmalbehörde an.
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