Für Feuerwehrhaus-Sanierung gibt die Regierung keinen Cent
Zuschuss nur für Neubau

Langjährige Mitglieder zeichnete die Feuerwehr Großensees bei ihrer Jahresversammlung aus. Geehrt wurden (von links) Bürgermeister Johann Burger, Josef Haberkorn, Hans Haberkorn, Josef Bauer, Horst Reinsch, Andreas Gleißner, Kommandant Thomas Lindner, Max Wölfl und Vorsitzender Matthias Härtl. Bild: jr
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Leonberg
16.02.2016
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Keinen Cent gibt die Regierung, wenn Gemeinden bestehende Feuerwehrhäuser sanieren. Um so verlockender ist die Alternative - sogar auf Anraten der Regierung.

Großensees. 60 000 Euro etwa müsste die Gemeinde in das alte Gebäude investieren. Würde die Gemeinde der Empfehlung folgen - das Haus abreißen und neu bauen - dann gäbe es eine Förderung von 57 750 Euro. Jetzt wird die Feuerwehr nach Rücksprache mit der Gemeinde Leonberg die Planungen in Richtung Neubau vorantreiben.

Krönung des Jubiläums


Kommandant Thomas Lindner betonte bei der Jahresversammlung am Freitagabend im "Finkenstich" von Gesprächen mit Bürgermeister Johann Burger und der Kreis-Feuerwehrspitze. "Ein Ersatzneubau wäre ein schlüssiges, auf Nachhaltigkeit und in die Zukunft orientiertes Projekt". Bürgermeister Johann Burger machte deutlich, dass letztendlich der Gemeinderat darüber entscheiden muss. Dabei freute er sich, dass die Wehr ihre Bereitschaft zur Eigenleistung signalisierte.

Kommandant Thomas Lindner verwies auf die Jubiläumsfeier in zwei Jahren zum 120-jährigen Bestehen feiert. Dies mit der Einweihung des neuen Gerätehauses zu krönen wäre wohl der Höhepunkt.

Vorsitzender Matthias Härtl bezifferte die aktuelle Mitgliederzahl mit 163 Personen. Er forderte die Mitglieder auf, wieder verstärkt an den offiziellen Fest- und Kirchenzügen teilzunehmen. "Sich gemeinsam zu präsentieren und zu Feiern gehört zu einem Verein dazu". In seinem Jahresrückblick erwähnte Härtl die Restaurierung der Vereinsfahne. Sie sei arg in Mitleidenschaft gezogen. An Kosten nannte der Vorsitzende rund 4600 Euro. In diesem Zusammenhang galt sein Dank Michael Haberkorn und Matthias Spann, die einen neuen Fahnenschrank erstellen. Darin wird die dann restaurierte Vereinsfahne untergebracht.

Zwei Einsätze


Kommandant Thomas Lindner berichtete von zwei Einsätzen, einem Brand und einem Verkehrsunfall. Im Rahmen der Brandschutzwoche fand eine Großübung in der Biogasanlage Zintl in Themenreuth statt. Aktuell zählt die Feuerwehr Großensees 47 Aktive, darunter acht Frauen und sieben Feuerwehranwärter. Weiter informierte Lindner, dass ab März 2017 die modulare Truppführerausbildung starten wird. Die Ausbildung soll blockweise durchgeführt werden. Jugendwartin Kerstin Malzer berichtete von aktuell zehn Jugendlichen, die in sieben Übungen ausgebildet wurde. Daneben beteiligte sich die Jugend an einer Reihe von überregionalen Übungen und Ausbildungsmaßnahmen.

Bürgermeister Johann Burger dankte der Großenseeser Wehr für ihre Einsatzbereitschaft und ihrem Willen, sich mit Übungen und Unterrichten fortzubilden. Dank galt für die funktionierende Jugendarbeit, sowie für die Teilnahme an kirchlichen und gesellschaftlichen Anlässen. Abschließend wurden langjährige Mitglieder geehrt. (Info-Kasten)

Gottfried Bayer sen. 70 Jahre bei der FeuerwehrBei der Feuerwehrversammlung durften sich langjährige Mitglierder für ihre Treue ehren lassen. 25 Jahre dabei sind Horst Reinsch und Thomas Malzer, 40 Jahre Mitglied ist Georg Bauer jun. 50 Jahre bei der Feuerwehr sind August Wedlich, Josef Bauer, Hans Haberkorn, Max Wölfl, Alfred Weiß, Andreas Gleißner sen. und Josef Haberkorn. 60 Jahre dabei ist Wilhelm Bauer, 70 Jahre Gottfried Bayer sen. (jr)
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