Gelungenes Gemeinschaftswerk

Die kirchliche Segnung nahmen Pfarrer Martin Schlenk (links) und Pater BGR Hans Junker vor. Bilder: jr (2)
Vermischtes
Leonberg
19.01.2016
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Architekt Anton Glaßl (Mitte) überreichte den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Johann Burger (rechts) und Kirchenpfleger Wolfgang Kreger.

Es war ein großer Tag für die Pfarrei und die Gemeinde Leonberg: Das über neun Monate hinweg sanierte Jugendheim erhielt am Sonntag im Beisein vieler Gäste den kirchlichen Segen.

Die Feierlichkeiten starteten mit einem Kirchenzug und einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche. Im Anschluss hieß Bürgermeister Johann Burger alle geladenen Gäste im rundum erneuerten Saal des Pfarr- und Jugendheims willkommen. "Insgesamt wurden weit mehr als 1000 ehrenamtliche Stunden geleistet", betonte Burger. Dies zeuge von Zusammenhalt und einem tollen Gemeinschaftsgefühl.

Ausdrücklich dankte Burger dem Amt für Ländliche Entwicklung, das mit Zuschüssen 72 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 280 000 Euro abgedeckt hat. Damit die künftigen Nutzer stets daran erinnert werden, dass das Gebäude schon 240 Jahre alt ist, wurde im Saal ein Stück Feldsteinmauerwerk freigelassen. "Hier wird Geschichte erlebbar." Johann Burger hob nicht zuletzt die vielen Stunden hervor, die alle Beteiligten in das Projekt investiert haben.

"Viele fleißige Hände"


Kirchenpfleger Wolfgang Kreger gab zu bedenken, dass nicht "irgendwer" das Pfarr- und Jugendheim erbaut habe, sondern der berühmte Klosterbaumeister Philipp Muttone. Ursprünglich sei das Gebäude ein Ökonomie-Pfarrhof gewesen, wo sich der Waldsassener Abt gerne aufgehalten habe. Laut Kreger war in dem Haus auch über längere Zeit eine Schule untergebracht. "Dass wir hier heute stehen können, haben wir vielen fleißigen Händen zu verdanken, die mitgearbeitet haben. Freuen wir uns über diese neue homogene Gemeinschaft", schloss der Kirchenpfleger.

Im Namen des Landkreises und der VG Mitterteich gratulierte Roland Grillmeier. "Das Jahr 2016 beginnt hervorragend für die Gemeinde Leonberg - Ihr macht Euch gleich zum Jahresbeginn das schönste Geschenk. Meinen Respekt vor Eurer Leistung." Grillmeier erinnerte an seine eigene Jugendzeit, als er in Leonberg noch Ministrant war und der Landjugend angehörte. "Da wurde mir das Jugendheim auch zur Heimat", so Grillmeier. "Bei uns im ländlichen Raum bewegt sich etwas. Wer anpackt, darf auch ernten." Zur gelungenen Sanierung überreichte er das Landkreiswappen.

Weitere Glückwünsche gab es von den Bürgermeistern Klaus Meyer (Neualbenreuth) und Max Bindl (Konnersreuth). Baudirektor Willi Perzl vom Amt für Ländliche Entwicklung freute sich über das viele Lob für seine Behörde. "So viel wurden wir schon lange nicht mehr gelobt." Perzl sah die Zuschüsse in dem gelungenen Projekt gut angelegt und würdigte das Engagement vor Ort. "Ich weiß auch schon von früher, die Leonberger packen gerne mit an." Architekt Anton Glaßl dankte allen am Bau beteiligten Firmen und würdigte insbesondere den ehrenamtlichen Einsatz der Helfer. Anschließend überreichte er symbolisch die Schlüssel für das sanierte Gebäude an Bürgermeister Johann Burger und Kirchenpfleger Wolfgang Kreger. Der offizielle Teil endete mit der Segnung durch BGR Pater Hans Junker und Pfarrer Martin Schlenk.

"Herzenswunsch"


"Ich bin hellauf begeistert und es ist für mich eine große Freude, was hier alles geleistet wurde", sagte Pater Junker. Mit der Segnung des sanierten Jugendheims sei für ihn ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Die musikalische Gestaltung des Festaktes hatten die "Landschmetterlingen" unter der Leitung von Anni Malzer übernommen.

Im Anschluss waren die geladenen Gäste zum Mittagessen eingeladen, ehe am Nachmittag zahlreiche Besucher die Einladung zum Tag der offenen Tür nutzten und Kaffee und Kuchen genossen. "Es war ein Kommen und Gehen", resümierte am Ende ein strahlender Bürgermeister Johann Burger. Das Interesse habe alle Erwartungen übertroffen.
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