Hörgenuss im Kerzenschein

Der Chor "Grazie A Dio" begeisterte am Samstagabend die Zuhörer in der voll besetzten Pfarrkirche in Leonberg. Chorleiterin und Solistin Michaela Burger (rechts) und ihr Chor boten ein mehr als 75-minütiges Konzert, begleitet von Christoph Habel (links). Am Ende gab es stehende Ovationen. Bild: jr
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Leonberg
15.11.2016
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Es war ein ganz besonderes Konzert, das der Chor "Grazie A Dio" anlässlich seines zehnjährigen Bestehens präsentierte: In der voll besetzten Leonberger Pfarrkirche nahmen die Sänger ihre Zuhörer mit auf eine "musikalische Reise".

Den Besuchern bot sich ein tolles Ambiente. Die Kirche wurde fast ausschließlich von Kerzenlicht erhellt, die normalen Leuchten waren stark gedimmt. In blaues Licht war der Altarraum getaucht. Der Fokus sollte allein auf dem Gesang liegen. Begrüßt wurden die Zuhörer, die aus der ganzen Region kamen, von Stadtpfarrer Anton Witt. Er freute sich mit Blick auf seinen Amtsantritt in Leonberg, "dass dieser Chor jetzt auch mein Chor ist". Chorleiterin Michaela Burger ermunterte die Zuhörer: "Lassen Sie ihre Seele baumeln, gönnen Sie sich diese Zeit." Nachdem die Sänger Aufstellung genommen hatten, eröffneten sie das Konzert mit leisen Klängen: "Meine Seele ist Stille in dir" nach Psalm 62. Am E-Piano begleitet wurden alle Lieder von Christoph Habel. Dazwischen trugen Christina Schuller und Sandra Teubner immer wieder meditative oder erklärende Texte vor.

Lied für Pater Junker


Einen ersten Akzent setzt der Chor mit dem anspruchsvollen "Candlelight Carol" von John Rutter, ehe er "Schalom, schalom" folgen ließ. Das nächste Lied sang der Chor für den anwesenden früheren Pfarrer Pater Hans Junker. Zu hören bekam er sein Lieblingslied "Priesterherz". Dieses Stück hatte der Chor eigens zu dessen Priesterjubiläum einstudiert. Als Solistin wirkte Michaela Burger, beim Refrain stimmte der Chor ausdrucksvoll ein. Pater Junker war sichtlich gerührt. Weiter ging es mit "Wohin sonst" mit Solistin Barbara Brunner, dem Gospelsong "You are my All in All" und mit dem besonders gefühlvoll vorgetragenen "Here I am, Lord".

Nach der Pause gab es zunächst zwei Solo-Stücke zu hören. Christoph Habel verzauberte sein Publikum mit "Willst du", wobei er von Barbara Brunner an der Gitarre begleitet wurde. Im Anschluss intonierten Daniela Malzer, Julia Sommer und Michaela Burger die Ballade "The Rose" von Bette Middler.

Dann kehrte der Chor wieder auf die Bühne zurück, um verschiedene Facetten der modernen Chormusik zu zeigen. Los ging es mit "Ihr von morgen", ein nachdenkliches Lied über die Zukunft von Udo Jürgens. Danach folgte "Adiemus" von Karl Jenkins. Das schwungvoll vorgetragene "Viva la vida" von Coldplay war einer der weiteren Höhepunkte in dem gut 75-minütigen Konzert. Zum Abschluss zeigte der Chor nochmals seine gefühlvolle Seite und interpretierte mit Leidenschaft und Präzision die Ballade "All of me".

Dank an Michaela Burger


Sprecherin Sandra Teubner bedankte sich im Namen des Chors offiziell bei Chorleiterin Michaela Burger, die ihre Sängerinnen und Sänger fordere und fördere und den Chor in den vergangenen zehn Jahren zu dem gemacht habe, was er heute sei. Mit einem Blumenstrauß und einem kleinen Präsent sollte dieser Dank auch sichtbar gemacht werden.

Erst nach der Zugabe "Übern See", eine schwungvolle alpenländische Pop-Ballade von Lorenz Maierhofer, entließ das Publikum die Sängerinnen und Sänger von "Grazie A Dio" mit stehenden Ovationen. Im Anschluss stießen die Besucher und der Chor mit Punsch auf das gelungene Konzert an. Der Erlös des Jubiläumskonzerts geht diesmal komplett an Marvin Frank aus Bärnau.
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