Schneller ohne Mehrkosten

Vermischtes
Leonberg
24.11.2016
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Vorreiterrolle für die Gemeinde Leonberg: In einem Pilotprojekt wird dort eine Bitraten-Analyse erstellt. Ziel ist es, festzustellen, wie die Breitbandversorgung durch neue Technologien weiter verbessert werden kann.

Aufgrund der großen Nachfrage in den Kommunen wurde für den Breitbandausbau eine DSL-Bitraten-Analyse entwickelt, welche die aktuelle Versorgung sowie Ausbauprojekte berücksichtigt. Dargestellt werden in den Untersuchungen die positiven Entwicklungen der Übertragungsgeschwindigkeiten durch den Einsatz von neuer Technologie. Weiter werden technisch unterversorgte Anschlüsse aufgezeigt.

Die Breitbandberatung Bayern hat nun für die Gemeinde Leonberg eine solche Untersuchung gestartet. Das Ergebnis soll zeigen, welche Download-Bitraten nach den laufenden Ausbauarbeiten und weiteren möglichen Maßnahmen wie etwa dem "DSL-Vectoring" zu erwarten sind. Letzteres ist ein neues Verfahren zur Störungsunterdrückung.

Laut Roland Zeltner, Geschäftsführer Breitbandausbau Bayern, ist die Analyse eine wichtige Grundlage zum Erreichen einer flächendeckenden leistungsstarken Breitbandversorgung. Der Netzausbau bedeute für die Betreiber auch einen erheblichen finanziellen Kraftakt - daher soll künftig einfacher festgestellt werden können, wo Tiefbauarbeiten notwendig sind oder auch andere, kostengünstigere Maßnahmen helfen können. Durch das Pilotprojekt sollen auch mögliche Versorgungsprobleme rechtzeitig erkannt werden und in die Planungen einfließen.

Gemeinde schlecht versorgt


Roland Zeltner räumte freimütig ein, dass die Gemeinde Leonberg bislang schlecht versorgt sei. Flächendeckend kündigte er zunächst eine Versorgung mit Datenraten von mindestens 30 Mbit/s an. Wenn dann noch "Vectoring" zum Einsatz kommt, seien ohne Mehrkosten für die Bürger bis zu 100 Mbit/s möglich. Bürgermeister Johann Burger freute sich über die Wahl Leonbergs für das Pilotprojekt und die in der Zukunft vorgesehene Leistungssteigerung.

Breitbandbeauftragter Florian Rüth vom Landratsamt Tirschenreuth berichtete von den Vorgesprächen. Sein Dank galt der Breitbandberatung Bayern für eine vorbildliche, stets vertrauensvolle Zusammenarbeit. "Wir arbeiten gemeinsam konsequent an der Umsetzung des schnellen Breitbands für unsere Bürger", sagte Rüth und dankte auch den Breitbandpaten vor Ort, wie in diesem Fall Christian Pößl.

Auch Roland Zeltner bemerkte abschließend, dass die Zusammenarbeit mit den Kommunen im Landkreis vorbildlich gewesen sei. Alle Kommunen beteiligten sich aktiv an den auflegten Förderprogrammen. "Glasfaser ist die Zukunft für einzelne bzw. abgelegene Wohnhäuser", zeigte er sich überzeugt. Ernst Haller, Projektleiter Breitbandberatung, sah im "Vectoring" einen wichtigen Schritt hin zu einer " Super-Versorgung" in der Zukunft.

Bürgermeister Johann Burger zeigte sich erfreut angesichts der positiven Aussichten durch den technischen Fortschritt und würdigte den Breitbandpaten der Verwaltungsgemeinschaft, Christian Pößl, für dessen Engagement.
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