Schnelles Surfen erst ab 2017

Bei der Bürgerversammlung im Saal des Jugend- und Pfarrheims musste Bürgermeister Johann Burger (rechts) auch die unerfreuliche Nachricht überbringen, dass sich der Abschluss des Breitbandausbaus in der Gemeinde wohl bis zum Frühjahr 2017 verzögern wird. Bild: jr
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Leonberg
27.01.2016
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Enttäuschung in der Gemeinde Leonberg: Der Anschluss ans Breitbandnetz verschiebt sich wohl bis ins Frühjahr 2017. Die Telekom begründet die Verspätung mit der Fülle an Aufträgen.

Bürgermeister Johann Burger informierte bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Saal des Pfarr- und Jugendheims, dass man bisher von einem Abschluss des Ausbaus bis Weihnachten 2016 ausgegangen sei. Nun müsse man mit März 2017 rechnen.

Eberhard Kirchner bedauerte, dass der Abschluss des Projekts wieder weiter in die Ferne gerückt sei. "Jede Woche zählt", betonte Kirchner und gab zu bedenken, dass das schnelle Internet für die Firma Weck sehr wichtig sei, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Kirchner drohte sogar mit einer Verlagerung des Unternehmens. Thomas Lindner kritisierte die Haltung der Telekom und erinnerte daran, dass der Vertrag klipp und klar einen Bauabschluss noch in diesem Jahr vorsehe. "So kann man nicht miteinander umgehen", wetterte Lindner. Insgesamt müssen im Gemeindebereich rund 35 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Der Gemeindeanteil an den Kosten beträgt 137 000 Euro.

1010 Einwohner


Die aktuelle Einwohnerzahl liegt laut Bürgermeister Burger bei 1010. In den vergangenen Jahren sei die Bevölkerung stetig gesunken. 2015 wurden im Gemeindebereich sechs Geburten verzeichnet, 15 Prozent der Einwohner sind unter 18 Jahre alt. Die Schulden der Gemeinde lagen zum Ende des Jahres 2015 bei 768 908 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 743,25 Euro entspricht. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr um 56,11 Euro gesunken. 111 700 Euro hat die Gemeinde 2015 an Tilgung und Zinsen bezahlt.

Als Glanzstück des vergangenen Jahres bezeichnete Bürgermeister Burger die gelungene Sanierung des Pfarr- und Jugendheims für insgesamt 282 000 Euro. Zuschüsse haben laut Burger 72 Prozent der förderfähigen Kosten abgedeckt. Von der "Aktion Mensch" habe es einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro für den barrierefreien Ausbau gegeben. An Spenden für das Mobilar des Saales seien mehr als 5000 Euro eingegangen. Burger wünschte sich, dass der Saal gut angenommen wird.

Von der "Ikom Stiftland", der die Gemeinde beigetreten ist, erhofft sich Burger eine Stärkung des ländlichen Raums und eine Konzentration bei der Bewältigung der Aufgaben. In diesem Zusammenhang kündigte er eine neue Infotafel am Ortseingang von Leonberg an. Darauf sollen zur Unterstützung von Rettungskräften alle Wohnhäuser mit Hausnummer gekennzeichnet werden. 33 Mädchen und Buben aus dem Gemeindebereich besuchen den Kindergarten, was pro Jahr 134 425 Euro kostet. An den Schulverband werden 144 000 Euro bezahlt.

Gerätehaus-Sanierung


Zu den Vorhaben in den kommenden Monaten zählen einige bauliche Maßnahmen, um das Pfarr- und Jugendheim vor möglichen Überschwemmungen zu schützen. Weiter sollen Schäden auf Straßen ausgebessert und der Containerplatz im Bauhof versetzt werden. Von der Feuerwehr Großensees ging ein Antrag auf Sanierung des Gerätehauses ein. Vorsichtige Schätzungen belaufen sich auf Kosten von rund 60 000 Euro - allerdings ohne Arbeiten am Dach. Johann Burger machte deutlich, dass keine Zuschüsse zu erwarten seien. Genaueres will die Gemeinde mit der Feuerwehr noch klären.
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