Wohnraum gesucht

Ortssprecherin Doris Schmid gab im Leonberger Gemeinderat Einblicke in ihre Arbeit als Asylbetreuerin der Stadt Waldsassen. Bild: jr
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Leonberg
12.03.2016
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Die Gemeinde Leonberg ist eine von wenigen Kommunen im Landkreis, wo noch keine Flüchtlinge oder Asylbewerber untergebracht sind (wir berichteten). Wie angekündigt startete Bürgermeister Johann Burger jetzt einen Aufruf an die Bevölkerung, leerstehende Wohnungen zu melden.

Der Bürgermeister erklärte im Gemeinderat, dass man zwölf Menschen aufnehmen müsste, wenn wirklich eine Quote eingeführt würde, wie es schon vielfach gefordert wurde. Noch sei ein solcher Schritt aber nicht in Sicht. Weil die Gemeinde nicht über eigenen Wohnraum verfüge, bat Burger um Unterstützung durch die Bürger.

Gemeldet werden sollten ungenutzte Wohnungen direkt bei ihm selbst oder bei Anita Busch am Landratsamt Tirschenreuth (Tel. 09631/88 499). Dort erfahren die Bürger auch, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen.Vertragspartner wäre in jedem Fall der Freistaat Bayern.

Die Hofteicher Ortssprecherin Sonja Schmid, die als Asylbetreuerin in Waldsassen arbeitet, ging auf ihre Tätigkeit und die dortige Situation ein. Sie berichtete von guten Erfahrungen mit der Integration. "Wer diese Leute einmal kennengelernt hat, erfährt schnell, was sie alles an Strapazen auf sich genommen haben, um hierher zu kommen." Mehrere Vereine in der Klosterstadt seien schon auf sie zugekommen und hätten bei der Integration geholfen. Sobald die Menschen Anschluss fänden, lernten sie auch schnell die deutsche Sprache. Als "keine Lösung" bezeichnete sie Containerwohnungen, die eventuell in Frage kämen. Sollten Flüchtlinge nach Leonberg kommen, müsste unbedingt ein Helferkreis gegründet werden. "Ehrenamtliche Helfer sind bei der Integration sehr gefragt."

Bürgermeister Burger wiederholte sein Ansinnen: "Ich kann nicht mehr tun, als einen Aufruf zu starten. Jetzt müssen wir abwarten, ob sich was tut." Max Zintl (CSU) meinte: "Integration der Leute ist wichtig - und dass wir sie in Arbeit bringen."
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