Zuschüsse, Spenden und Eigenbeitrag
Feuerwehr braucht neues Auto

Langjährige Mitglieder zeichnete die Feuerwehr Pfaffenreuth aus. Von links Bürgermeister Johann Burger mit den geehrten Mitgliedern Bernhard Helm, Vorsitzender Max Ernstberger, Günter Scharnagl, 2. Vorsitzender Christoph Dietrich, Franz Klemt, Hubert Frank, Wolfgang Lang und Kommandant Konrad Kolb. Bild: jr
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Leonberg
16.02.2016
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Es war ein bislang gut gehütetes Geheimnis. Aber jetzt ließ Vorsitzender Max Ernstberger sprichwörtlich die Katze aus dem Sack.

Pfaffenreuth. Mit Zuschüssen, Spenden und einem Eigenbeitrag soll der Wunsch finanziert werden: Die Feuerwehr braucht in neues Auto. dies erklärte Ernstberger bei der Jahreshauptversammlung. Dann wäre für die nächsten 20, 30 Jahre die Sicherheit der Bürger gewährleistet. Den Finanzierungsplan lieferte der Vereinsboss gleich mit: 24 300 Euro gibt es vom Staat, 28 000 Euro sollte die Gemeinde beisteuern. Den Rest sollen Eigenmitteln und Spenden bringen. An Gesamtkosten wurden rund 75 000 Euro genannt.

In seinem Jahresbericht sprach Vorsitzender Max Ernstberger von einem etwas ruhigeren Vereinsjahr, nach den beiden arbeitsintensiven Jahren zuvor. "Ich hoffe, es hat sich zuhause keiner gelangweilt." Im gesellschaftlichen Bereich erinnerte Ernstberger an die Teilnahme am Starkbierfest in Waldsassen, ans Maibaumaufstellen, an das traditionelle Gartenfest an Fronleichnam bei Traumwetter. Ernstberger erinnerte an den groß angelegten Arbeitseinsatz zur Reinigung des Löschteichs in der Dorfmitte. Dank galt den eingesetzten, wie es hieß, "Schlammfahrern". Den Mitgliederstand bezifferte er mit 140 Personen, darunter auch 30 Mädchen und Frauen.

Fronleichnam: Zwei Tage


Vorausschauend kündigte der Sprecher an, dass dieses Jahr das Fronleichnamsfest auf zwei Tage ausgeweitet werden soll: Am Mittwoch, 25. Mai spielt am Abend die Waidhauser Blasmusik und an Fronleichnam selber die Stiftland Jugend- und Blaskapelle Waldsassen. "Unser altes Feuerwehrfahrzeug ist schon über 50 Jahre alt", begann Vorsitzender Max Ernstberger seinen Vortrag über den Kauf eines neuen Fahrzeugs. Am Ende einer breit geführten Diskussion in den Vereinsgremien war sich die Wehr einig, ein neues Fahrzeug beantragen zu wollen. Der Bürgermeister sei informiert. Aktive, wusste Ernstberger, seien zu Einsätzen zum Teil mit Privatautos unterwegs, weil keine Fahrzeuge vorhanden seien.

Kommandant Konrad Kolb berichtete von 49 aktiven Kameraden, darunter neun Frauen und sieben Jugendlichen. Für die Aktiven fanden sechs Schulungen und vier Übungen statt, wobei die Teilnahme jedes Mal ausgesprochen gut war. Aktiv mit eingebunden sind die Frauen. Kolb verdeutlichte dies damit, dass Nicole Riolfi und Julia Fischer die Leistungsabzeichen Gold-Rot - die höchste Auszeichnung überhaupt - bestanden haben. Weiter wurde die Wehr zu vier Einsätzen gerufen, ausschließlich Technische Hilfeleistungen. Jugendwart Christoph Dietrich berichtete über die Arbeit mit den sieben Jugendlichen. Neben Übungen und Schulungen kamen auch gesellschaftliche Aktivitäten nicht zu kurz. Erfolgreich mit dabei waren die Jugendlichen bei der Feuerwehraktionswoche und beim Wissenstest.

"Wir bringen es hin ..."


Bürgermeister Johann Burger dankte den Pfaffenreuthern und unterstrich die engagierte Jugendarbeit. Als nicht hinnehmbar bezeichnete er die Tatsache, dass die Feuerwehr mit Privatfahrzeugen zu Einsätzen fährt. "Wenn es unser Gemeindehaushalt zulässt, bringen wir es hin, dass ihr ein neues Fahrzeug bekommt", sagte Burger, auch wenn dies auf zwei oder drei Haushalte aufgeteilt werden müsste. Burger rechnete hoch, dass es 2018 dann soweit sein sollte.

Ehrung treuer MitgliederAbschließender Dank galt dem Zusammenhalt der Feuerwehr, die ein ganzes Dorf prägt. Vorsitzender Max Ernstberger zeichnete noch langjährige Mitglieder aus. 25 Jahre bei der Feuerwehr ist Bernhard Helm, 40 Jahre dabei sind Wolfgang lang und Hubert Frank. Schon 50 Jahre dabei sind Günter Scharnagl, Franz Klemt und Michael Wölfl. Konrad Grillmeier vom Stiftland-Trio sollte zum Dank einen Präsentkorb erhalten, für seine ganz außergewöhnlichen Verdienste um die Feuerwehr. Allerdings war Grillmeier verhindert. (jr)
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