Angebot der Telekom liegt Gemeinde Leuchtenberg vor - In Wieselrieth mehr Handwerksbetriebe als ...
Schnelles Internet für alle Ortsteile

Lokales
Leuchtenberg
13.03.2015
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In Sachen schnelles Internet ist Leuchtenberg auf einem erfolgversprechenden Weg. 940 000 Euro für den Breitbandausbau sind förderfähig. Die Telekom hat bereits ein Angebot gemacht. "Unsere Breitbandbemühungen sind erfolgversprechend", freute sich Bürgermeister Anton Kappl. Die Angebotssumme nannte der Rathauschef aus Wettbewerbsgründen im öffentlichen Teil nicht.

Programm bis 2018

Auf den Stand ging Christoph Braun von der Breitbandberatung Neumarkt ein. Der Förderbescheid der Regierung enthält 890 000 Euro plus 50 000 Euro zusätzlich für interkommunale Zusammenarbeit mit Tännesberg. "Wir kommen somit auf 940 000 Euro förderfähige Kosten", sagte Braun. Zugleich erreiche die Kommune den Höchstfördersatz von 90 Prozent.

Das Programm läuft noch bis 2018. Das Angebot der Telekom schließt Michldorf, Lerau, Lückenrieth, Bernrieth, Wittschau, Preppach, Döllnitz und Leuchtenberg ein. Wieselrieth ist bereits versorgt.

Es werden Kabelverzweiger installiert. Bis dahin geht Glasfaser, und ab da dann Kupfer in die Häuser. Es gibt kein Glasfaser direkt ins Haus. Das könnte in Zukunft nur für die kleineren, noch nicht erschlossenen Ortsteile direkt kommen, weil sich hier kein Verzweiger rentiere. Braun kündigte an, dass man jetzt den Vergabezuschlag erteilen müsse, "damit es schnell weitergeht". Die Telekom verpflichtet sich auf eine Bauzeit von einem Jahr nach Vertragsunterzeichnung.

Kappl gab das Ziel vor, in Phasen bis 2018 die übrigen kleinen Gemeindeteile zu erschließen. Um weiter Stabilisierungshilfen zu erhalten, galt es, das bestehende Haushaltskonsolidierungsgesetz fortzuschreiben. Der Bürgermeister schränkte jedoch ein: "Konsolidierung nicht um jeden Preis, sondern Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen oder Breitband mit aufnehmen."

Zweiter Bürgermeister Karl Liegl sagte, dass der Lader des Bauhofs 40 Jahre alt sei und auch wieder Sommerdienstgeräte nötig seien. Das alles fließe ins Haushaltskonsolidierungskonzept ein. Auf die Wasserverbrauchsgebühren werde sich mit einigen Cent der Kauf eines neuen Rechners nebst Software für die Wasserversorgungsanlage für 11 700 Euro niederschlagen. Die nächste Gebührenberechnung werde das zeigen.

Frohe Kunde hatte Liegl im Gepäck. Der Bauunternehmer hat eine Reihe von Hallen auf dem ehemaligen Lindner-Gelände in Wieselrieth gekauft, in die sich schon Firmen eingemietet haben. Vor einigen Wochen hat bei ihm ein Jungunternehmer angeklopft, der sich niederlassen und mit einer Holzbaufirma in einer der freien Hallen den Betrieb aufnehmen will.

Mehr Arbeitsplätze

Der Vertrag sei perfekt, und so habe die Gemeinde wieder einige Arbeitsplätze mehr. Liegl merkte noch an, dass dies nun der 15. Handwerksbetrieb in Wieselrieth sei. Kurios: Wieselrieth hat mehr Handwerksbetriebe als Häuser. Zum Schluss der Sitzung monierte Karl Bauer noch den Zustand des Bushäuschens in Lerau. Der ist nicht unbekannt. "Der Bauhof wird sich dessen annehmen", versprach Bürgermeister Kappl. (Weiterer Bericht auf Seite 30.)
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